Zuckerguss über Golden
Mir hat von Anfang an die ruhige und unaufgeregte Erzählung der Handlung sehr gut gefallen. Es gibt keine lauten Töne, keine hektischen Wechsel, keine theatralischen Gesten, nichts Übertriebenes. Das macht den Einstieg und das Bekanntwerden mit den Protagonisten leicht.
Noch dazu wird alles und jeder ganz genau beschrieben, möglichst freundlich, möglichst positiv, sodass auch hier weder Unruhe noch Antipathie entstehen kann. Das gilt sowohl für Theo, den Hauptprotagonisten, als auch für all die Menschen, die ihm in Golden begegnen - sei es gewollt oder unbeabsichtigt.
Auch die großzügige Geste, 92 Zeichnungen an die Portätierten zu übergeben, hat durchaus Charme.
Doch bei einem Volumen von fast 500 Seiten trägt diese nahezu immer gleiche ruhige und fast bedächtige Erzählweise nicht dauerhaft. Es kommt eine gewisse Langeweile auf, das Prinzip des "Gutmenschen" ermüdet und ich hätte mir sehr gewünscht, dass ein bisschen mehr Ecken und Kanten gezeigt würden. Denn auch das ist menschlich und beinahe glaubwürdiger, als wenn über alles und jeden ein Zuckerguss gebreitet wird.
Wer wirklich etwas ganz und gar undramatisches und unaufgeregtes lesen möchte, der ist bei Theo in Golden sicher gut aufgehoben. Mir persönlich war das Buch zu lang und phasenweise etwas zu langatmig. Manchmal ist weniger mehr.
Noch dazu wird alles und jeder ganz genau beschrieben, möglichst freundlich, möglichst positiv, sodass auch hier weder Unruhe noch Antipathie entstehen kann. Das gilt sowohl für Theo, den Hauptprotagonisten, als auch für all die Menschen, die ihm in Golden begegnen - sei es gewollt oder unbeabsichtigt.
Auch die großzügige Geste, 92 Zeichnungen an die Portätierten zu übergeben, hat durchaus Charme.
Doch bei einem Volumen von fast 500 Seiten trägt diese nahezu immer gleiche ruhige und fast bedächtige Erzählweise nicht dauerhaft. Es kommt eine gewisse Langeweile auf, das Prinzip des "Gutmenschen" ermüdet und ich hätte mir sehr gewünscht, dass ein bisschen mehr Ecken und Kanten gezeigt würden. Denn auch das ist menschlich und beinahe glaubwürdiger, als wenn über alles und jeden ein Zuckerguss gebreitet wird.
Wer wirklich etwas ganz und gar undramatisches und unaufgeregtes lesen möchte, der ist bei Theo in Golden sicher gut aufgehoben. Mir persönlich war das Buch zu lang und phasenweise etwas zu langatmig. Manchmal ist weniger mehr.