Starke Charaktere treffen eher ruhige Spannung

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yuxuu Avatar

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Der Klappentext entspricht absolut meinem Geschmack und hat sofort Lust auf mehr gemacht. Die Geschichte beginnt direkt mit dem Verschwinden und damit total spannend, und durch den flüssigen Schreibstil war ich sofort gefesselt.

Das Buch ist aus Bennys Sicht in der Gegenwart geschrieben. Zusätzlich erhalten wir Kapitel mit dem Manuskript von Joy, in denen sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Diese Erzählweise fand ich sehr gut, da sie Abwechslung reingebracht hat. Außerdem erfährt man so, was in der Vergangenheit passiert ist. Die Kapitel, in denen es um den Podcast geht, mochte ich auch sehr gerne, und gerade der Titel des Podcasts hat mich zum Schmunzeln gebracht.

Mir hat sehr gut gefallen, dass die Charaktere alle sehr authentisch waren: Jeder hatte Stärken und Schwächen, hat zeitweise richtig und falsch gehandelt, und dadurch hat sich alles einfach sehr echt angefühlt. Das war wirklich stark gemacht.

Man erfährt sehr viel über die Beziehungen zwischen den Charakteren, das muss man mögen. Für mich gab es einige Längen im Buch, sodass ich stellenweise das Gefühl hatte, dass es nicht richtig vorangeht. Es gab jedoch eine konstante, gleichbleibende Grundspannung, sodass ich immer weitergelesen habe. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es zwischendurch etwas spannender wird.

Das hätte ich mir besonders für die Auflösung gewünscht. Es war zwar vieles unvorhersehbar und die Plot-Twists waren jeweils sehr gut, meiner Meinung nach wurden sie aber nicht mit der nötigen Dosis Spannung „verkauft“. Ich hatte gegen Ende kein Herzklopfen, sondern eher Aha-Momente, sodass es mich nicht umgehauen hat.

Das Buch hat mich trotz einiger Längen sehr gut unterhalten und mir wirklich schöne Lesestunden beschert, sodass ich es sehr gerne weiterempfehle!