Was dich nicht umbringt, mach dich zu einem Überlebenden
Danke an Vorablesen und Rowohlt Polaris, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.
Wow, was ein Buch. Ein großartiger Genre-Mix aus Mystery/Thriller, aber irgendwie auch Roman mit Rom-Com Elementen und mixed media Aspekten – ich versuche das mal aufzuschlüsseln. Es geht um Benny und Joy, die sich mit Mitte 20 kennenlernen, zu besten Freunden werden und mit einem gemeinsamen Survival-Podcast durchstarten. Wir begleiten die beiden aus zwei Perspektiven. Aus Joys Sicht können wir durch Auszüge ihres unveröffentlichten Manuskriptes alles über die Vergangenheit der beiden erfahren, vom ersten Aufeinandertreffen, ihren Beziehungen und der Weg zu ihrem Podcast-Erfolg. Diese Kapitel wechseln sich mit denen von Benny aus der heutigen Zeit ab, in der Joy und ihr Mann Xander von einen Tag auf den anderen spurlos verschwunden sind. Dadurch, dass die Kapitel fast immer in einem Cliffhanger enden, bleibt es spannend und man will immer weiterlesen. Denn sowohl in Joys Manuskript als auch bei Benny im Hier und Jetzt ergeben sich ständig neue Dinge, die einen die Charaktere in einem neuen Licht sehen lassen.
Weitere wichtige Personen für die Handlung sind Luna, Bennys Frau und Anwältin, die Producerin des Podcasts und gleichzeitig auch Xanders Schwester Mallory und ihre Frau Quinn, Joys Nachbarn Emil und Carlotta sowie Bennys Nachbar Ted sowie die beiden Detectives Keller und Price. Es ist ein sehr überschaubarer Cast und für mich genau die perfekte Menge. Alle hatten irgendwie was miteinander zu tun und waren in die Geschichte verstrickt. Und es gab noch zwei Hunde! Das ist immer ein Pluspunkt.
„Ich hatte befürchtet, uns würden irgendwann die Themen ausgehen, aber wie sich herausstellt, nehmen auf dieser Welt die Schrecken kein Ende. Dass das Überleben der gemeinsame Nenner der Menschen ist, stimmt mich demütig. Vielleicht haben wir alle überlebt, um unsere jeweilige Geschichte erzählen zu können. Wir sind alle Survivors. Das wiederum erfüllt mich mit Hoffnung.“
Was mir besonders gut gefallen hat neben den Spannungselementen waren die Szenen zum Podcast. In This Story Might Save Your Life geht es um Überlebensgeschichten und -strategien in absurden Gefahrensituationen, nach dem Motto „what doesn’t kill you makes you a survivor“. Außerdem haben Benny und Joy einfach eine sehr gute Dynamik, sodass es sehr viel Humor und Witz gibt. In der ersten Folge besprechen die beiden das Thema „Wie man einen Narkolepise-Anfall überlebt“ und der Podcast geht direkt viral.
Das Narkolepsie-Thema kommt nicht von irgendwo her, sondern von der eigenen Erfahrung von Joy, die unter dieser Krankheit leidet. Auch das fand ich sehr gut und realistisch umgesetzt, besonders im Memoir die Kapitel zu ihrer Teenagerzeit, die zeigen, wie chronisch kranke Jugendliche mit alltäglichen Dingen struggeln und was so eine Diagnose eigentlich für den Lebensentwurf heißt.
Ich bin ehrlich: das Mystery-Element ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr überraschend. Ab ca. der Hälfte habe ich geahnt, worauf es hinauslaufen wird. Das Buch behandelt definitiv einige Triggerthemen, die gleichzeitig riesige Spoiler für die Lösung des Rätsels sind, sodass ich die hier in der Rezension nicht explizit nennen will – aber wer auf Themen sensibel reagiert, sollte da vielleicht reingucken. Die letzten 30 Seiten habe ich mit einem leichten Augenrollen gelesen, weil da wirklich nochmal alles bis ins kleinste Detail erklärt wurde, und ein kitschiger „1 Jahr später“ Epilog folgt. Für mich hätte das gar nicht mal noch so glatt auslaufen müssen, ich hätte gerne zum Ende hin ein mini bisschen mehr What the Fuck Momente gehabt.
Trotzdem: den Großteil der Story, also über 400 Seiten lang, war ich gefesselt, konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mit Benny und Joy mitgefiebert. Und so gibt es von mir 4,5 Sterne und ich empfehle allen dieses Buch, die auf spannende Romane und Thriller stehen. Das deutsche Cover sieht schon extrem doll nach Thriller aus, und es ist definitiv auch ein Thriller. Aber gleichzeitig geht es halt auch viel um den Podcast und die Freundschaft und Liebe und Familie, und zwar mehr als ich das sonst von Thrillern kenne. Irgendwie lustig, dass das englische Cover so ganz anders aussieht; das zeigt nämlich eine Häusersiedlung in den Hollywood Hills und wirkt viel mehr nach dramatischem Roman.
Wow, was ein Buch. Ein großartiger Genre-Mix aus Mystery/Thriller, aber irgendwie auch Roman mit Rom-Com Elementen und mixed media Aspekten – ich versuche das mal aufzuschlüsseln. Es geht um Benny und Joy, die sich mit Mitte 20 kennenlernen, zu besten Freunden werden und mit einem gemeinsamen Survival-Podcast durchstarten. Wir begleiten die beiden aus zwei Perspektiven. Aus Joys Sicht können wir durch Auszüge ihres unveröffentlichten Manuskriptes alles über die Vergangenheit der beiden erfahren, vom ersten Aufeinandertreffen, ihren Beziehungen und der Weg zu ihrem Podcast-Erfolg. Diese Kapitel wechseln sich mit denen von Benny aus der heutigen Zeit ab, in der Joy und ihr Mann Xander von einen Tag auf den anderen spurlos verschwunden sind. Dadurch, dass die Kapitel fast immer in einem Cliffhanger enden, bleibt es spannend und man will immer weiterlesen. Denn sowohl in Joys Manuskript als auch bei Benny im Hier und Jetzt ergeben sich ständig neue Dinge, die einen die Charaktere in einem neuen Licht sehen lassen.
Weitere wichtige Personen für die Handlung sind Luna, Bennys Frau und Anwältin, die Producerin des Podcasts und gleichzeitig auch Xanders Schwester Mallory und ihre Frau Quinn, Joys Nachbarn Emil und Carlotta sowie Bennys Nachbar Ted sowie die beiden Detectives Keller und Price. Es ist ein sehr überschaubarer Cast und für mich genau die perfekte Menge. Alle hatten irgendwie was miteinander zu tun und waren in die Geschichte verstrickt. Und es gab noch zwei Hunde! Das ist immer ein Pluspunkt.
„Ich hatte befürchtet, uns würden irgendwann die Themen ausgehen, aber wie sich herausstellt, nehmen auf dieser Welt die Schrecken kein Ende. Dass das Überleben der gemeinsame Nenner der Menschen ist, stimmt mich demütig. Vielleicht haben wir alle überlebt, um unsere jeweilige Geschichte erzählen zu können. Wir sind alle Survivors. Das wiederum erfüllt mich mit Hoffnung.“
Was mir besonders gut gefallen hat neben den Spannungselementen waren die Szenen zum Podcast. In This Story Might Save Your Life geht es um Überlebensgeschichten und -strategien in absurden Gefahrensituationen, nach dem Motto „what doesn’t kill you makes you a survivor“. Außerdem haben Benny und Joy einfach eine sehr gute Dynamik, sodass es sehr viel Humor und Witz gibt. In der ersten Folge besprechen die beiden das Thema „Wie man einen Narkolepise-Anfall überlebt“ und der Podcast geht direkt viral.
Das Narkolepsie-Thema kommt nicht von irgendwo her, sondern von der eigenen Erfahrung von Joy, die unter dieser Krankheit leidet. Auch das fand ich sehr gut und realistisch umgesetzt, besonders im Memoir die Kapitel zu ihrer Teenagerzeit, die zeigen, wie chronisch kranke Jugendliche mit alltäglichen Dingen struggeln und was so eine Diagnose eigentlich für den Lebensentwurf heißt.
Ich bin ehrlich: das Mystery-Element ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr überraschend. Ab ca. der Hälfte habe ich geahnt, worauf es hinauslaufen wird. Das Buch behandelt definitiv einige Triggerthemen, die gleichzeitig riesige Spoiler für die Lösung des Rätsels sind, sodass ich die hier in der Rezension nicht explizit nennen will – aber wer auf Themen sensibel reagiert, sollte da vielleicht reingucken. Die letzten 30 Seiten habe ich mit einem leichten Augenrollen gelesen, weil da wirklich nochmal alles bis ins kleinste Detail erklärt wurde, und ein kitschiger „1 Jahr später“ Epilog folgt. Für mich hätte das gar nicht mal noch so glatt auslaufen müssen, ich hätte gerne zum Ende hin ein mini bisschen mehr What the Fuck Momente gehabt.
Trotzdem: den Großteil der Story, also über 400 Seiten lang, war ich gefesselt, konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mit Benny und Joy mitgefiebert. Und so gibt es von mir 4,5 Sterne und ich empfehle allen dieses Buch, die auf spannende Romane und Thriller stehen. Das deutsche Cover sieht schon extrem doll nach Thriller aus, und es ist definitiv auch ein Thriller. Aber gleichzeitig geht es halt auch viel um den Podcast und die Freundschaft und Liebe und Familie, und zwar mehr als ich das sonst von Thrillern kenne. Irgendwie lustig, dass das englische Cover so ganz anders aussieht; das zeigt nämlich eine Häusersiedlung in den Hollywood Hills und wirkt viel mehr nach dramatischem Roman.