Weniger Klischee als gedacht
Bei YA-Thrillern bin ich ja immer auf die volle Klischee-Bombe eingestellt (gar nicht unbedingt wertend gemeint, das gehört irgendwie ja dazu), aber hier bin ich doch mal wieder überrascht worden. Klar gibt es den obligatorischen Kettenanhänger, an dem sie gedankenverloren spielt und natürlich muss spätestens auf Seite 3 Haar- und Augenfarbe der Protagonistin erläutert werden, aber die Art, wie das gemacht wurde, war zumindest mal was Neues. Tatsächlich finde ich den Schreibstil eine gute Mischung aus ernsthaft-beschreibend und jugendlich-sarkastisch. Nicht zu aufgesetzt und nicht übertrieben bratzig. Auch die Dynamiken der Dialoge find ich sehr gut. Außerdem lockt mich die Prämisse "Tochter des Killers, Leichen noch nicht gefunden" sehr, hab ich so noch nie gelesen und ich verspreche mir eine interessante Charakterstudie von Ryan in dem Umfeld und mit der Hintergrundstory.
Das Cover finde ich sehr schön, ein bisschen zu romantisch, aber vielleicht gibt's da ja noch Kontext.
Das Cover finde ich sehr schön, ein bisschen zu romantisch, aber vielleicht gibt's da ja noch Kontext.