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rileyross Avatar

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Ich habe dieses Buch wegen der Autorin gelesen – und bin wegen der Mystery geblieben.

Ich bin immer gleichermaßen gespannt und nervös, wenn sich eine geschätzte Autorin an ein neues Genre wagt. Ich verfolge Elle Kennedys Werk schon seit Jahren und war daher besonders neugierig, als ich erfuhr, dass sie sich in die Welt der „True-Crime“-Thriller für junge Erwachsene (YA) begibt.

Was die Charaktere und die Atmosphäre angeht, überzeugt das Buch auf ganzer Linie. Wir lernen die scheinbar idyllische Kleinstadt Starling kennen – nur um schnell festzustellen, dass sie eine erschreckende Besessenheit von dem verurteilten Serienmörder hegt, der als „Starling Slayer“ bekannt ist. Die Protagonistin Ryan will zunächst nichts mit diesem Wahn zu tun haben, schließt sich dann aber doch anderen Stadtbewohnern an, um die Fundorte der vermissten Opfer des Mörders aufzuspüren.

Die Charaktere sind sympathisch, man fiebert sofort mit ihnen mit, und sie versprühen jenen typischen Charme, den Kennedy so meisterhaft zu Papier bringt. Genau dieser Charme trägt die erste Hälfte des Romans – denn beim Erzähltempo schwächelt das Buch leider etwas. Die Geschichte lässt sich viel Zeit für den Aufbau; auch wenn die Grundidee fesselnd ist, wird das Spannungspotenzial zu Beginn nicht voll ausgeschöpft. Ein Großteil der ersten Hälfte wirkt eher wie eine Einleitung, bei der die Handlung nur langsam voranschreitet.

Dennoch hat mich das langsamere Tempo nicht wirklich gestört, da die Dynamik zwischen den Figuren – und vor allem die Liebesgeschichte am Rande – überzeugt hat. Kennedys Stärke bei der Darstellung von Beziehungen und Romanzen kommt hier voll zur Geltung. Es gibt sogar ein leichtes Liebesdreieck; dieses wirkte zwar bisweilen etwas überflüssig, trug aber dennoch dazu bei, die emotionale Intensität zu steigern, anstatt sie zu schmälern.

Sobald die Geschichte jedoch an Fahrt aufnimmt, findet sie zu ihrer wahren Stärke. Der letzte Teil des Buches ist beunruhigend, intensiv und absolut fesselnd. Ohne zu viel zu verraten: Das Ende hinterlässt dieses unheimliche, nachhallende Gefühl, das einen guten Thriller auszeichnet – und genau das war für mich eines der absoluten Highlights.