Die Tochter des Serienmörders

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missgowest Avatar

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Die Tochter eines verurteilten Serienmörders kehrt nach dem Tod der Großmutter unter falschem Namen in ihren Heimatort zurück, um bei der Familie ihrer Tante zu leben. Dabei dürfen selbst ihre Cousine und ihr Cousin nicht erfahren, wer sie eigentlich ist. So kommt es, dass Ryan Shipley alias Gabrielle Thorn sich öfters anhören muss, wie angewidert ihre Cousine Jasmine von „Onkel Psycho“ ist und wie sehr er dem Ruf der Familie geschadet hat. Keine ideale Voraussetzung, um das letzte Schuljahr auf der Crockett High in Starling zu beenden, zumal die Hinrichtung des Vaters bevorsteht, der nie verraten hat, wo die Leichen seiner Opfer versteckt sind.

„Thornbird“ wird als Thriller bezeichnet, jedoch würde ich sagen, dass das Teenagerleben von Ryan sowie ihr Interesse an zwei Jungen fast stärker im Vordergrund stehen. Das Liebesdreieck Ryan-Everett-Chase nimmt für mich reichlich Tempo aus der Geschichte. Erst im letzten Drittel nimmt die Handlung so richtig an Fahrt auf und wird dem Anspruch auf Thrillerelemente gerecht. Den einen oder anderen Twist am Ende hätte so nicht erwartet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, und ich wollte das Buch fast nicht als der Hand legen. Ryan ist ein vielschichtiger Charakter, aus dessen Perspektive wir die Geschichte hautnah erleben dürfen. Ich lege den Jugendthriller jedem ans Herz, der spannende Geschichten mit überwiegend jugendlichen Charakteren zu schätzen weiß. Verdiente 4 von 5 Spatzen.