Eine Stadt kann nicht loslassen

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nanacookie Avatar

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Nach 10 Jahren kehrt Ryan in ihre Heimatstadt zurück. In die Stadt, in der ihr Vater sechs Frauen und ihre eigene Mutter ermordet hat. Niemand darf erfahren, dass sie die Tochter des ‚Starling Slayers‘ ist. Einfach wird es aber nicht, ihr Geheimnis zu wahren. Noch immer versuchen die Leute herauszufinden, wo ihr Vater die Leichen versteckt hat. Und dann ist da noch Everett, in dessen Nähe sie vorsichtig sein muss, was sie sagt. 

Es ist recht schwierig über das Buch zu sprechen, ohne zu viel zu verraten, da vieles nicht so ist, wie es am Anfang scheint. Die Geschichte entwickelt sich wirklich sehr langsam. Der Großteil der Geschichte ist viel Highschool-/Teenager-Drama. Gabriel Thorn und die Morde sind zwar immer präsent, aber richtige Thriller-Momente gab es für mich kaum. Dafür hat mir die allgemeine Stimmung gefallen, die die Autorin im Buch geschaffen hat. Ryan ist passionierte Fotografin, dadurch werden immer mal wieder die Natur und Tiere beschrieben.

Kleine Wendungen gibt es bereits Zwischendurch, von denen man sich manche bereits denken konnte, aber der große Showdown und die Auflösung wurden in das letzte Viertel gequetscht. Und es fühlt sich wirklich gequetscht an, da auf wenigen Seiten alles enthüllt wird und mehrere Plottwists eingebaut wurden. Das war mir zu viel auf einmal und ich hätte mir gewünscht, dass das Ende nicht so gehetzt wirkt.

Ryan als Protagonistin mochte ich ganz gern. Auch wenn sie manchmal schon sehr in Selbstmitleid versinkt und sich an Sachen die Schuld gibt, für die sie nichts kann und für die sie nicht verantwortlich ist. Man kann es ihr etwas verzeihen, wenn man ihre Vergangenheit berücksichtigt. Das Verhalten einiger Nebencharaktere war ebenfalls etwas überdramatisiert, vor allem gegenüber Ryan, aber auch hier, die gesamte Stadt Starling hängt teilweise immer noch in der Vergangenheit fest und kann die Geschehnisse um die Morde nicht loslassen.

Die Liebesgeschichte ist gut und glaubwürdig aufgebaut. Es wird gezeigt, dass die beiden Gemeinsamkeiten und eine Verbindung zueinander haben und sich nicht einfach nur gegenseitig heiß finden. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden sehr gerne.

Es sind einige Punkte, die ich nicht so gut fand, aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, was für mich noch solide 3,5 Sterne ergibt.