Nicht meins
Thornbird von Elle Kennedy / Rezension
Mein zweites Buch der sehr bekannten Autorin war leider eine große Enttäuschung (Rezi zum ersten Buch ist noch ausstehend).
Kurz zum Inhalt (meine Rezi enthält keinerlei Spoiler):
Gabrielle Thorn muss unter einem Decknamen wieder in der Kleinstadt leben, in der ihr Vater einst 7 Frauen inkl. ihrer eigenen Mutter tötete. Die Schülerin heißt jetzt Ryan Shipling und freundet sich ausgerechnet mit Everett an, dem Sohn eines der Opfer ihres Vaters….
Positiv ist mir die düstere Grundstimmung in der Kleinstadt aufgefallen, das war ganz schön und mir gefällt natürlich die grundsätzliche Prämisse der Geschichte. Andernfalls hätte ich ja nicht dazu gegriffen. Ich lese auch ganz gern mal Young Adult Bücher und bei Suspense bin ich ohnehin dabei.
Leider verrät der Klappentext bereits alles, was halbwegs interessant sein könnte. Mir fehlte von Anfang bis Ende jegliche Spannung, die Geschichte plätscherte nur so vor sich hin. Es war für mein Empfinden sehr viel Romance, sehr viel random Teen Drama (und nicht von der aufregenden Sorte). Die Charaktere waren größtenteils hölzern und bei mir sind diesmal wirklich gar keine Emotionen angekommen. Natürlich heißt das nicht, dass mir Gabrielle und die ermordeten Frauen nicht leid tun.
Ich bin selbst schockiert angesichts meiner Review vor dem Hintergrund der vielen positiven komplett gegenteiligen Meinungen. But there’s nothing I can do to make it better… hätte es gern auch gemocht.
Ich habe mich ab Seite 60 gelangweilt (solange dauert es meist bis auch eine gute Geschichte einen kriegt) und das bis zum Schluss. „Plottwist“ war lahm, Ende war lahm. Ich habe so gehofft, dass alles ganz anders ist, als wir denken. Fairerweise muss man dazu sagen, dass es natürlich mehrere Plottwists gibt, das Ende ist natürlich voll von Wendungen und sicherlich sind manche auch nice. Aber ich war bereits am Ende mit meinem Wohlwollen bis endlich mal irgendwas passiert ist.
Die Polizei kriegt auch wie immer nichts hin und alles wird per Zauberhand geklärt. Es gibt eine schreckliche Szene, die auch mich mitgenommen hat. Am meisten nervte definitiv die omnipräsente romance. Wenn ich YA romance suspense lesen möchte, dann greife ich dazu. Steht Thriller drauf, hat man einfach andere Erwartungen.
Ich denke, viele verschiedene (persönliche) Mechanismen haben dazu geführt, dass ich hier nicht abgeholt worden bin, obwohl sicherlich nicht alles schlecht war. Habe auch volles Verständnis dafür, dass das Buch gut ankommt insgesamt.
Ist der Schreibstil der Autorin gut? Ja! Ist das beeindruckend angesichts der Tatsache, dass vermutlich ein riesiges Team hinter diesem Buch steht? Nicht wirklich. Ein „guter Schreibstil“ und die Tatsache, dass mit dem Buch technisch alles okay ist, sagen wirklich nichts aus, wenn ein Thriller angeboten wird. Da erwarte ich viel viel mehr, erst recht von so erfolgreichen Leuten mit Millionenverkäufen.
Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen, bedanke mich aber natürlich dennoch für die Möglichkeit, es lesen zu können. Ich musste mir ein eigenes Bild machen und bin nun beruhigt.
Ein Lichtblick in der Situation: die flüssige und sehr gute Übersetzung von Sabine Schilasky! Vielen lieben Dank!
Und ich wünsche den netten Charakteren alles Gute und Heilung ❤️🩹.
Macht Euch unbedingt ein eigenes Bild!
2/5⭐️⭐️
Mein zweites Buch der sehr bekannten Autorin war leider eine große Enttäuschung (Rezi zum ersten Buch ist noch ausstehend).
Kurz zum Inhalt (meine Rezi enthält keinerlei Spoiler):
Gabrielle Thorn muss unter einem Decknamen wieder in der Kleinstadt leben, in der ihr Vater einst 7 Frauen inkl. ihrer eigenen Mutter tötete. Die Schülerin heißt jetzt Ryan Shipling und freundet sich ausgerechnet mit Everett an, dem Sohn eines der Opfer ihres Vaters….
Positiv ist mir die düstere Grundstimmung in der Kleinstadt aufgefallen, das war ganz schön und mir gefällt natürlich die grundsätzliche Prämisse der Geschichte. Andernfalls hätte ich ja nicht dazu gegriffen. Ich lese auch ganz gern mal Young Adult Bücher und bei Suspense bin ich ohnehin dabei.
Leider verrät der Klappentext bereits alles, was halbwegs interessant sein könnte. Mir fehlte von Anfang bis Ende jegliche Spannung, die Geschichte plätscherte nur so vor sich hin. Es war für mein Empfinden sehr viel Romance, sehr viel random Teen Drama (und nicht von der aufregenden Sorte). Die Charaktere waren größtenteils hölzern und bei mir sind diesmal wirklich gar keine Emotionen angekommen. Natürlich heißt das nicht, dass mir Gabrielle und die ermordeten Frauen nicht leid tun.
Ich bin selbst schockiert angesichts meiner Review vor dem Hintergrund der vielen positiven komplett gegenteiligen Meinungen. But there’s nothing I can do to make it better… hätte es gern auch gemocht.
Ich habe mich ab Seite 60 gelangweilt (solange dauert es meist bis auch eine gute Geschichte einen kriegt) und das bis zum Schluss. „Plottwist“ war lahm, Ende war lahm. Ich habe so gehofft, dass alles ganz anders ist, als wir denken. Fairerweise muss man dazu sagen, dass es natürlich mehrere Plottwists gibt, das Ende ist natürlich voll von Wendungen und sicherlich sind manche auch nice. Aber ich war bereits am Ende mit meinem Wohlwollen bis endlich mal irgendwas passiert ist.
Die Polizei kriegt auch wie immer nichts hin und alles wird per Zauberhand geklärt. Es gibt eine schreckliche Szene, die auch mich mitgenommen hat. Am meisten nervte definitiv die omnipräsente romance. Wenn ich YA romance suspense lesen möchte, dann greife ich dazu. Steht Thriller drauf, hat man einfach andere Erwartungen.
Ich denke, viele verschiedene (persönliche) Mechanismen haben dazu geführt, dass ich hier nicht abgeholt worden bin, obwohl sicherlich nicht alles schlecht war. Habe auch volles Verständnis dafür, dass das Buch gut ankommt insgesamt.
Ist der Schreibstil der Autorin gut? Ja! Ist das beeindruckend angesichts der Tatsache, dass vermutlich ein riesiges Team hinter diesem Buch steht? Nicht wirklich. Ein „guter Schreibstil“ und die Tatsache, dass mit dem Buch technisch alles okay ist, sagen wirklich nichts aus, wenn ein Thriller angeboten wird. Da erwarte ich viel viel mehr, erst recht von so erfolgreichen Leuten mit Millionenverkäufen.
Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen, bedanke mich aber natürlich dennoch für die Möglichkeit, es lesen zu können. Ich musste mir ein eigenes Bild machen und bin nun beruhigt.
Ein Lichtblick in der Situation: die flüssige und sehr gute Übersetzung von Sabine Schilasky! Vielen lieben Dank!
Und ich wünsche den netten Charakteren alles Gute und Heilung ❤️🩹.
Macht Euch unbedingt ein eigenes Bild!
2/5⭐️⭐️