Etwas überzogener Cozy Krimi mit sturköpfiger Ermittlerin

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la tina Avatar

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Adelaide Peel ist gezwungen, vorerst im Seniorenheim Three Willows unterzukommen. Dass ihr Haus abbrannte, war keine Absicht, sondern lediglich ein Konstruktionsfehler in ihrer Erfindung. Und ihre niesende Handtasche beherbergt in Wirklichkeit den alten Rauhaardackel Broderick, welchen die 83-jährige gezwungen ist, in das tierfreie Wohnheim reinzuschmuggeln. Ihr Einzug muss wohl ein Wink des Schicksals sein, denn für mysteriöse Tode und Unfälle, wie sie kurz darauf in Three Willows stattfinden, ist die betagte Krimileserin die reinste Profi-Ermittlerin. Natürlich glaubt ihr das niemand (ich auch nicht), aber wozu braucht eine langjährige Einzelgängerin schon Hilfe von anderen?
Die Handlung schreitet so schnell bzw. langsam voran, wie Adelaides Hüfte es auf ihre alten Tage noch zulässt. Dadurch gewinnt der Krimi eine große Portion Gemütlichkeit, welche teilweise schon etwas strapaziert wird. Adelaide ist zunächst ein richtiger Sturkopf, die es verlernt hat, soziale Kontakte zu pflegen. Mit ihren Amateur-Ermittlungen stößt sie entsprechend zunächst allen vor den Kopf. Ihre Sturheit wirkt erschreckend realistisch, mit ihrer Neigung, alte Menschen als Trockenobst und Rosinen abzutun tat ich mich ebenso schwer wie mit den permanenten Verdauungsstörungen des Dackels. Nachdem ich die verschiedenen Senioren samt ihrer Eigenarten zuordnen konnte wurden die Ermittlungen nebst smarter Pflegerin und etwas paddeligem Großneffen dann doch noch ganz unterhaltsam, wenn auch etwas überzogen.
Ein gemütlicher Krimi mit einer sturköpfigen alten Dame, die neben einem Kriminalfall langsam lernt, auf ihre alten Tage wieder soziale Kontakte zu knüpfen.