Leben im Kriminalroman statt Pflegeheim

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95lisa Avatar

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"Three willows" könnte man als unkonventionellen who's-done-it Krimi bezeichnen. Am Anfang ist da die Frage, ob der Todesfall überhaupt ein Mord war oder viel eher die Protagonistin sich etwas Spektakuläres herbei wünscht.
Adelaide ist eine störrische, aber nicht unsympathische Protagonistin. Sie ist bei allem engagiert, was ihr Abwechslung aus dem Alltag im Pflegeheim bieten könnte. Neben ihrem Hund und den zunächst unfreiwilligen Interaktionen mit der kleinen Marigold (und dem "Obst servieren" respektive Observieren) ist das vor allem das Aufklären von Verbrechen. Adelaide als Krimiliebhaberin ist davon nicht abzubringen.
Ihr Großneffe Oliver ist ein Gegegenpol zu Adelaide und als 2. Perspektive durchaus ein Gewinn. Seine Naivität und Unsicherheit wirkt an mancher Stelle etwas überzogen. Außer Oliver als Polizist wird von Adelaide jeder verdächtigt von der Pflegerin Nola über die schwerhörige Ethel bis zur dementen Sybill. Die richtige Auflösung ist gelungen, zwar nicht ganz unerwartbar aber gut aufgebaut.

Der Roman ist sehr kurzweilig, obwohl er immerhin doch über 400 Seiten lang ist. Sowohl Schreibstil als auch Handlung und Charaktere überzeugen und sorgen für raschen Lesespaß!