Gut geschrieben und bewegend.
„Alle Waffen waren bereit, nur Ernst war es nicht“.
Matthias Soeder gelingt auf den ersten Seiten von Tinte und Schwert eine berührende Erzählung der Perspektive eines unerfahrenen Fünfzehnjährigen auf die Schrecken des Krieges. Eines Fünfzehnjährigen, der noch nicht sterben will, doch über sein Leben nicht selbst entscheiden kann, weil andere für ihn entscheiden.
Ein Sprung; 23 Jahre später ergeht es Jacob nicht viel anders. Jacob, der auch Fünfzehn ist, doch klug, interessiert und gebildet. Jacob, der ministriert und von seinem Pfarrer das Lesen, Schreiben und Schachspielen lernt. Dessen Vater ihn für ein Leben auf dem Hof der Familie einplant, während ein neuer Krieg sich anbahnt und Jacob von anderen Plänen träumt.
Doch: „Frieden ist zum Kotzen“. Damals wie heute - die Menschen ändern sich einfach nicht. Auch Jacob ist Opfer seiner Zeit. Solange es Mächtigere gibt, die die Politik der Welt entscheiden, scheint es auch für ihn keine Freiheit zu geben. Oder doch?!
Tinte und Schwert ist ein Buch, das polarisiert.
Der Tintenteil macht mich neugierig. Auf welche Weise werden Anna und Jacob mit Worten kämpfen? Wie wird Jacob sich entwickeln, dessen Lebensweg auf grausame Weise so einschneidend unterbrochen wird, dass es ihn, der nie ein Kämpfer war, in einen erbitterten, auch inneren, Kampf führt?
Was können wir heute aus dieser Art von Buch mitnehmen, was lernen?
Diese Frage ist für mich die interessanteste, denn immer noch sehen wir im realen Leben täglich, dass sich nicht viel an unseren Gesellschaften geändert hat. Die grundlegenden Strukturen, die immer wieder zu Intoleranz, Wachstumsbremsen und Krieg führen, halten sich hartnäckig - solange einige wenige das wollen und davon profitieren können - und so holt dieses Buch enorme Emotionen in mir hoch.
Liefert es am Ende einen Ausgleich, der Frieden damit schließen lässt und Hoffnung macht?
Wie glaubwürdig die historischen Inhalte sind, kann ich nicht beurteilen, da ich völlig fachfremd bin, doch der Schreibstil ist sehr gut, flüssig, eloquent und die emotionalen Inhalte anrührend - das Buch polarisiert, bewegt, setzt Gedanken in Gang, wirkt nach.
Das Cover, nun ja, ist historisch. Vermutlich eher zielgruppenorientiert, auf jeden Fall stimmig zum Genre.
Es ist in der hier abgebildeten Größe schwer, allzu viele Details zu erkennen, dafür bräuchte ich eine Lupe, was sicher in Buchgröße betrachtet anders ist. Letztlich kann ich aufgrund fehlenden Hintergrundwissens aber den Kontext nicht zuordnen und stehe eben davor, wie vor dem sprichwörtlichen Buch mit sieben Siegeln.
Ob ich Tinte und Schwert lesen möchte, habe ich ad hoc während der Leseprobe noch nicht abschließend entscheiden können.
Historische Romane, insbesondere so alter Historie, gänzlich ohne Gegenwartsaspekt könnten sich auf mein flammendes Temperament, aus feministischer, ganzheitlicher, freiheitlicher Perspektive, überfordernd auswirken.
Dennoch volle Punktzahl, weil es ein rundum stimmiges, gut geschriebenes Buch ist, das die kontroversen Themen nicht reißerisch zwecks Effekthascherei nutzt, und Buchbewertungen m.E. diesen Aspekt fokussieren sollten.
Matthias Soeder gelingt auf den ersten Seiten von Tinte und Schwert eine berührende Erzählung der Perspektive eines unerfahrenen Fünfzehnjährigen auf die Schrecken des Krieges. Eines Fünfzehnjährigen, der noch nicht sterben will, doch über sein Leben nicht selbst entscheiden kann, weil andere für ihn entscheiden.
Ein Sprung; 23 Jahre später ergeht es Jacob nicht viel anders. Jacob, der auch Fünfzehn ist, doch klug, interessiert und gebildet. Jacob, der ministriert und von seinem Pfarrer das Lesen, Schreiben und Schachspielen lernt. Dessen Vater ihn für ein Leben auf dem Hof der Familie einplant, während ein neuer Krieg sich anbahnt und Jacob von anderen Plänen träumt.
Doch: „Frieden ist zum Kotzen“. Damals wie heute - die Menschen ändern sich einfach nicht. Auch Jacob ist Opfer seiner Zeit. Solange es Mächtigere gibt, die die Politik der Welt entscheiden, scheint es auch für ihn keine Freiheit zu geben. Oder doch?!
Tinte und Schwert ist ein Buch, das polarisiert.
Der Tintenteil macht mich neugierig. Auf welche Weise werden Anna und Jacob mit Worten kämpfen? Wie wird Jacob sich entwickeln, dessen Lebensweg auf grausame Weise so einschneidend unterbrochen wird, dass es ihn, der nie ein Kämpfer war, in einen erbitterten, auch inneren, Kampf führt?
Was können wir heute aus dieser Art von Buch mitnehmen, was lernen?
Diese Frage ist für mich die interessanteste, denn immer noch sehen wir im realen Leben täglich, dass sich nicht viel an unseren Gesellschaften geändert hat. Die grundlegenden Strukturen, die immer wieder zu Intoleranz, Wachstumsbremsen und Krieg führen, halten sich hartnäckig - solange einige wenige das wollen und davon profitieren können - und so holt dieses Buch enorme Emotionen in mir hoch.
Liefert es am Ende einen Ausgleich, der Frieden damit schließen lässt und Hoffnung macht?
Wie glaubwürdig die historischen Inhalte sind, kann ich nicht beurteilen, da ich völlig fachfremd bin, doch der Schreibstil ist sehr gut, flüssig, eloquent und die emotionalen Inhalte anrührend - das Buch polarisiert, bewegt, setzt Gedanken in Gang, wirkt nach.
Das Cover, nun ja, ist historisch. Vermutlich eher zielgruppenorientiert, auf jeden Fall stimmig zum Genre.
Es ist in der hier abgebildeten Größe schwer, allzu viele Details zu erkennen, dafür bräuchte ich eine Lupe, was sicher in Buchgröße betrachtet anders ist. Letztlich kann ich aufgrund fehlenden Hintergrundwissens aber den Kontext nicht zuordnen und stehe eben davor, wie vor dem sprichwörtlichen Buch mit sieben Siegeln.
Ob ich Tinte und Schwert lesen möchte, habe ich ad hoc während der Leseprobe noch nicht abschließend entscheiden können.
Historische Romane, insbesondere so alter Historie, gänzlich ohne Gegenwartsaspekt könnten sich auf mein flammendes Temperament, aus feministischer, ganzheitlicher, freiheitlicher Perspektive, überfordernd auswirken.
Dennoch volle Punktzahl, weil es ein rundum stimmiges, gut geschriebenes Buch ist, das die kontroversen Themen nicht reißerisch zwecks Effekthascherei nutzt, und Buchbewertungen m.E. diesen Aspekt fokussieren sollten.