Atmosphärisch und authentisch
Als Historiker ist man schon beruflich an Geschichte interessiert und liest deshalb viele Quellen zu geschichtlichen Ereignissen und daneben zum Vergnügen und zum Bemängeln, was auch wieder Vergnügen ist, auch historische Romane. Ich muss zugeben, dass ich kein Experte der deutschen Geschichte vor dem 19. Jahrhundert bin, das Interesse für die Zeit davor ist aber vorhanden.
Das Interesse war dann auch der Grund, wieso ich mir Tinte und Schwert – Verwandlung, Band 1 des historischen Romans im 30-jährigen Krieg, von Matthias Soeder als Rezensionsmuster gewünscht habe. Den Autoren kann ich direkt beruhigen, Bemängeln kann ich als Interessent die konstruierte Geschichte, die hinter dem Roman steckt, nicht. Erschienen ist das 480-seitige Buch Anfang Februar beim FeuerTanz-Verlag.
Das Buch startet vor dem Ausbruch des 30-jährigen Krieges und wir begleiten als Hauptprotagonisten Jacob Wolffen, Sohn eines Bauern, der eigentlich nach der Ernte ans Priesterseminar gehen soll. Daraus wird aber nichts, denn seine Familie wird vom Antagonisten des Buches, Graf Heinrich von Hohenfels, getötet und Jacob zum Dienst in der Armee, nun im 30-jährigen Krieg, gezwungen. Die gemeinsame Reise der beiden führt nach Pilsen, wo Jacob schnell seinen göttlichen Racheplan fasst. Der Graf versucht derweil seine Position in der Armee zu stärken und geht dabei nicht nur über Leichen, sondern auch sehr aggressiv vor.
Der 30-jährige Krieg ist ein Religionskrieg und das in einer Zeit, in der die Hexenverfolgung an Fahrt aufnimmt. Das führt uns zur zweiten Protagonistin, Anna Dillenberger, Tochter einer Hebamme, die als Hexe bezeichnet wird. Auch sie verfolgt Rachepläne und da kommt ihr Jacob gerade recht.
Alles in allem haben wir im Buch zwei runde Prota- und ein runder Antagonist, in einer brutalen und authentischen Welt, in der es bald auch darum geht, wie weit man gehen muss, kann und darf, wenn die Welt aus den Fugen gerät und Recht und Ordnung versagen.
Matthias Soeder hat schon Erfahrung mit Thrillern und kann schreiben, das merkt man auch in seinem ersten historischen Roman. Gut recherchiert ist dieser und voller Atmosphäre. Sowohl die Vergangenheit als auch die Figuren werden in dieser Welt erlebbar und man kann Beweggründe und Verhalten deshalb besser verstehen. Verstehen, aber nicht unbedingt akzeptieren. Hin und wieder gibt es Elemente, da merkt man vertiefte eigene Erfahrung, etwa beim Kampftraining. Da hätte ich mehr noch mehr von gewünscht, so wirkt es eher wie Namedropping. Das ist aber der einzige Kritikpunkt, denn insgesamt gelingt es dem Autor neben der Authentizität auch so Spannung zu erzeugen, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen will. Und das ist mehr Wert als mein Verlangen nach mehr Details beim Kampftraining.
Fazit: Tinte und Schwert – Verwandlung ist ein großartiger historischer Roman im 30-jährigen Krieg, dem es gelingt die Brutalität und Grausamkeit dieser Zeit atmosphärisch umzu- und drei runde Figuren so in Szene zu setzen, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Dazu kommen der gut recherchierte Hintergrund und ein perfekter Spannungsbogen. Ich warte gespannt auf Band 2 und fiebere dann zumindest mit den Protagonisten weiter mit.
Das Interesse war dann auch der Grund, wieso ich mir Tinte und Schwert – Verwandlung, Band 1 des historischen Romans im 30-jährigen Krieg, von Matthias Soeder als Rezensionsmuster gewünscht habe. Den Autoren kann ich direkt beruhigen, Bemängeln kann ich als Interessent die konstruierte Geschichte, die hinter dem Roman steckt, nicht. Erschienen ist das 480-seitige Buch Anfang Februar beim FeuerTanz-Verlag.
Das Buch startet vor dem Ausbruch des 30-jährigen Krieges und wir begleiten als Hauptprotagonisten Jacob Wolffen, Sohn eines Bauern, der eigentlich nach der Ernte ans Priesterseminar gehen soll. Daraus wird aber nichts, denn seine Familie wird vom Antagonisten des Buches, Graf Heinrich von Hohenfels, getötet und Jacob zum Dienst in der Armee, nun im 30-jährigen Krieg, gezwungen. Die gemeinsame Reise der beiden führt nach Pilsen, wo Jacob schnell seinen göttlichen Racheplan fasst. Der Graf versucht derweil seine Position in der Armee zu stärken und geht dabei nicht nur über Leichen, sondern auch sehr aggressiv vor.
Der 30-jährige Krieg ist ein Religionskrieg und das in einer Zeit, in der die Hexenverfolgung an Fahrt aufnimmt. Das führt uns zur zweiten Protagonistin, Anna Dillenberger, Tochter einer Hebamme, die als Hexe bezeichnet wird. Auch sie verfolgt Rachepläne und da kommt ihr Jacob gerade recht.
Alles in allem haben wir im Buch zwei runde Prota- und ein runder Antagonist, in einer brutalen und authentischen Welt, in der es bald auch darum geht, wie weit man gehen muss, kann und darf, wenn die Welt aus den Fugen gerät und Recht und Ordnung versagen.
Matthias Soeder hat schon Erfahrung mit Thrillern und kann schreiben, das merkt man auch in seinem ersten historischen Roman. Gut recherchiert ist dieser und voller Atmosphäre. Sowohl die Vergangenheit als auch die Figuren werden in dieser Welt erlebbar und man kann Beweggründe und Verhalten deshalb besser verstehen. Verstehen, aber nicht unbedingt akzeptieren. Hin und wieder gibt es Elemente, da merkt man vertiefte eigene Erfahrung, etwa beim Kampftraining. Da hätte ich mehr noch mehr von gewünscht, so wirkt es eher wie Namedropping. Das ist aber der einzige Kritikpunkt, denn insgesamt gelingt es dem Autor neben der Authentizität auch so Spannung zu erzeugen, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen will. Und das ist mehr Wert als mein Verlangen nach mehr Details beim Kampftraining.
Fazit: Tinte und Schwert – Verwandlung ist ein großartiger historischer Roman im 30-jährigen Krieg, dem es gelingt die Brutalität und Grausamkeit dieser Zeit atmosphärisch umzu- und drei runde Figuren so in Szene zu setzen, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Dazu kommen der gut recherchierte Hintergrund und ein perfekter Spannungsbogen. Ich warte gespannt auf Band 2 und fiebere dann zumindest mit den Protagonisten weiter mit.