Hexenwahn und Schlachtengetümmel

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Matthias Soeder hat mit seinem Auftaktroman „Tinte und Schwert“ einen spannenden Roman für alle Liebhaber historischer Romane verfasst. Söder hat für seine Roman die Zeit des 30 - jährigen Kriegs ausgewählt. Neben den Streit der katholischen und protestantischen Kirche baut er die Hexenverfolgung in sein Werk ein. Dem Leser wird von Anfang an deutlich, dass dieses Kapitel unserer Geschichte ein sehr grausames und gewalttätiges ist.Die Handlung spielt an verschiedenen Orten, ein sehr wichtiger ist Pilsen. Hier hätte ich mir manchmal eine Karte gewünscht, um die einzelnen Orte zu entdecken. Vielleicht kann das im zweiten Band noch berücksichtigt werden.
Zu den wichtigsten Figuren gehört Jacob Wolffen, ein Bauernjunge. Schon als Kind erlebt er selbst viel Gewalt. Diese geht von den Brüdern Kunckel gegen ihn aus. Sein Vater hat kein Verständnis, dass er sich nicht dagegen wehrt und bezeichnet ihn als Memme. Sein Mutter sieht das ganz anders, sie sieht Jacobs Stärke in seiner Intelligenz. Leider muss Jacob erleben, wie sein Vater getötet wird, später erfährt er vom Tod der restlichen Familienmitglieder.
Da er die Mörder kennt, schwört er Rache.
Während des Krieges durchläuft er verschiedene Stationen. Vom Schwanzsoldat bis zum Schreiber bei den Offizieren ist er tätig. Eine echte Verbündete wird für ihn Anna. Sie hat ihre Mutter durch einen Hexenprozess verloren und fürchtet das der Priester sie auch als Hexe verbrennen möchte.
Der erste Teil ist in sich geschlossen, aber Soeder schafft es geschickt den Leser neugierig auf Band zwei zu machen.
Von mir erhält der Roman eine eindeutige Leseempfehlung.