Kampfelgetümmel

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madiko Avatar

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Dieser Roman spielt inmitten des dreißigjährigen Krieges zwischen den Katholiken und den Protestanten. Der Protagonist, Jacob, ist ein schmächtiger junger Mann, der Priesteranwärter werden möchte. Die Soldatentruppen von Hohenlohe töten seine gesamte Familie und Jacob wird verschleppt und als Schanzarbeiter in der Armee zwangsverpflichtet. Der Krieg mit der Belagerung von Pilsen wird sehr schonungslos realistisch und manchmal grausam detailliert beschrieben. Es geht Jacob besser, als es als Schreiber für den inneren Stab eingesetzt wird. Nun hat er genug zu essen und kann noch Anna mit Nahrungsmitteln versorgen. Ihn quält innerlich immer noch die Rache und die Vergeltung für den Tod seiner Eltern. Man erkennt daraus, das die damaligen Zeiten grausam und durch Hunger und Krankheiten geprägt waren. das Cover entspricht dem Sinnbild des dreißigjährigen Krieges. Der Autor, Matthias Soeder, schreibt oft kurze Sätze, aber flüssig und spannend, als ob man mitten im Kampfesgetümmel ist. Ich bin auf die weiteren Bände gespannt, wie der historische Roman weitergeht.