Sehr gut recherchiert

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nympa Avatar

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Das Buch „Tinte und Schwert” ist ein historischer Roman, der im Dreißigjährigen Krieg spielt.

Der Titel des Buches wirkt leider sehr generisch, und man kann sich kein richtiges Bild machen. So waren auch meine Erwartungen eher niedrig.

Man begleitet Jacob auf seiner Reise auf dem Schlachtfeld. Diese ist abwechslungsreich und einem wird nicht langweilig. Allerdings kommt die zweite Hauptcharakterin Anna am Anfang so gut wie gar nicht vor und wird nicht richtig hervorgehoben. Da gibt es etwas verschenktes Potenzial, die beiden Geschichten etwas weiter zu verweben.
Wider Erwarten hat mich die Story gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das liegt aber nicht unbedingt an der Spannung, sondern vielmehr an den verschiedenen Charakteren und der Detailliebe des Autors.

Matthias Soeder hat einen eher ungewöhnlichen Schreibstil, der auf Grund der sehr kurzen Sätzen und teilweise fehlender Adjektive stellenweise mehr an ein Skript als ein Roman erinnert. Es hat meiner Meinung nach großes Potenzial, als Videospiel weiterentwickelt zu werden.

Was auch störend war, waren die vielen Satzungs und Rechtschreibfehler. Diese haben einen immer wieder aus dem Lesefluss gebracht. Dort braucht es noch eine Revision seitens des Verlags.

Insgesamt hat mich das Buch positiv überrascht. Besonders hervorzuheben ist die spürbare Zeit, die der Autor in die Recherche gelegt hat. Man merkt die Liebe zu den historischen Details.
Das Buch ist für alle Geschichtsfans ein tolles Buch.
Deshalb gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.