spannender historischer Roman
Es ist der Beginn des 30jährigen Krieges und Protestanten und Katholiken bekämpfen sich gegenseitig. Jacob ist ein junger Priesteranwärter aus Würzburg, der gegen den Wunsch seines Vaters, eines Bauern, Lesen und Schreiben lernt. Eines Tages wird seine Familie getötet und Jacob wird in die Armee bis nach Böhmen verschleppt. Hier zeigt sich, dass sein wacher Verstand über die Notlage triumphiert und er steigt vom Söldner zum Schreiber in der Armee von General Mansfeld auf. Aber in Jacob glimmt noch etwas anderes, nämlich der unbändige Wunsch nach Rache. Diesen teilt er mit Anna, deren Mutter als Hexe denunziert, gefoltert und getötet wurde. Anna zeigt ein ganz anderes Frauenbild als das, was die Kirche predigt: tough, in Kräuter- und Heilkunde und dem Wissen um Heilpflanzen bewandert und ebenfalls auf Rache am Tod der Mutter aus. Gemeinsam machen sie sich auf, die Armee und Heinrich von Hohenfels zu stürzen, die die Stadt Pilsen belagern.
Dieses Buch ist nichts für sanfte Gemüter. Hexenverbrennung, Folter, Amputationen, derbe Ausdrucksweise, Kriegsschlachten und obszöne Schilderungen haben mich manches Mal herausgefordert.
Jacob, der nichts zu verlieren hat, ist eigentlich ein Mann des Geistes und
wird durch Entführung in Armee zum Mörder. Er ist aber durch seine offene Gesinnung auch das Pendant zur Kirche und deren Frauenbild. Sein Zögern und sein Ringen mit sich nei den ausgeübten Morden machen ihn menschlich und nahbar. Die Frauen, die als Hexe beschuldigt wurden, hat man solange gefoltert, bis sie gestanden haben mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Missernten oder Todesfälle wurden den angeblichen Hexen zugeschrieben, die sich nicht wehren konnten. Die reichen Kirchenmänner hingegen konnten such durch Ablasshandel von ihren Sünden freikaufen.
Dies und die blutigen Schilderungen von Schlägereien und Kriegsschlachten; das war schon alles nicht einfach zu ertragen.
Ich finde aber, dass dieser Roman lohnenswert zu lesen ist, besonders durch die vielschichtige Charaktere und da er realistisch und authetisch geschrieben ist. Durch die Satzstruktur, die Matthias Soeder gewählt hat, gewinnt der Roman an Tempo und Tiefe und konnte mich überzeugen. Noch dazu scheint der Roman sehr gut recherchiert zu sein.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit Jacob und Anna weitergeht. Ich kann mir vorstellen, dass Anna künftig als Hebamme arbeitet und bin daher gespannt auf den nächsten Teil.
Dieses Buch ist nichts für sanfte Gemüter. Hexenverbrennung, Folter, Amputationen, derbe Ausdrucksweise, Kriegsschlachten und obszöne Schilderungen haben mich manches Mal herausgefordert.
Jacob, der nichts zu verlieren hat, ist eigentlich ein Mann des Geistes und
wird durch Entführung in Armee zum Mörder. Er ist aber durch seine offene Gesinnung auch das Pendant zur Kirche und deren Frauenbild. Sein Zögern und sein Ringen mit sich nei den ausgeübten Morden machen ihn menschlich und nahbar. Die Frauen, die als Hexe beschuldigt wurden, hat man solange gefoltert, bis sie gestanden haben mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Missernten oder Todesfälle wurden den angeblichen Hexen zugeschrieben, die sich nicht wehren konnten. Die reichen Kirchenmänner hingegen konnten such durch Ablasshandel von ihren Sünden freikaufen.
Dies und die blutigen Schilderungen von Schlägereien und Kriegsschlachten; das war schon alles nicht einfach zu ertragen.
Ich finde aber, dass dieser Roman lohnenswert zu lesen ist, besonders durch die vielschichtige Charaktere und da er realistisch und authetisch geschrieben ist. Durch die Satzstruktur, die Matthias Soeder gewählt hat, gewinnt der Roman an Tempo und Tiefe und konnte mich überzeugen. Noch dazu scheint der Roman sehr gut recherchiert zu sein.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit Jacob und Anna weitergeht. Ich kann mir vorstellen, dass Anna künftig als Hebamme arbeitet und bin daher gespannt auf den nächsten Teil.