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bookworld91 Avatar

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Wie lebt es sich in einer Welt, wo die Menschen in drei Klassen eingeteilt sind? Wo zudem die Oberschicht Lizenz zum Töten hat? Darum geht es in „To cage a wild bird“.

Raven ist Kopfgeldjägerin. Jedes noch so kleine Vergehen wird hart bestraft. Als ihr Bruder verhaftet wird, steht für sie fest: auch sie muss ins Gefängnis Endlock…

Der Einstieg ist sehr spannend. Mit Raven lerne ich eine mutige, emanzipierte Rebellin kennen. Auch das Setting ist vielversprechend. Die drei Dividien, das Gefängnis, zudem die Jagd. Da die Beschreibungen von Personen und Orten realistisch gemacht sind (Transporter, Gefangenen Nummer, Kämpfe bei der Jagd) und auch die Sprache entsprechend dem Setting ist, habe ich mich auf einen unterhaltsamen Fantasyroman gefreut.
Allerdings häufen sich die Klischees. So realistisch die Orte und Personen auch beschrieben sind, so unrealistisch ist die Handlung. Ich verstehe Vals Zwiespalt zwischen Regeln und Lust , aber wie schafft er es, Raven regelmäßig unter seine Kontrolle zu bringen? Und muss diese Jagd überhaupt sein? Viele Elemente wurden schon in anderen Reihen (Game of Thrones, Powerless...) erfolgreich umgesetzt- muss es wirklich immer auf das selbe hinauslaufen? So bleibt die Spannung flach und die Machtspiele sind einfach nur nervig.
Insgesamt gebe ich den Roman mit guten Ansätzen vier Sterne. Ein wenig mehr Kreativität und eigene Linie würde helfen.