Bekanntes anders erzählt

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Brooke Fast kreiert in ihrem Debütroman eine Welt, in der viele bekannte Elemente auftreten, wodurch beim Lesen automatisch ein Vergleich zu Tribute von Panem entsteht. Das macht es schwer, sich unvoreingenommen auf den eigentlichen Text einzulassen.
Der Autorin gelingt es zwar, die Protagonistin Raven als vielschichtige Figur zu zeichnen, die sowohl positive, als auch negative Eigenschaften hat. Jedoch bleiben einige Nebenfiguren oberflächlich, wodurch deren Handlungen und Verhaltensweisen nicht immer nachvollziehbar sind. Auch die Welt, in der diese Figuren leben, wirkt an vielen Stellen sehr konstruiert und übertrieben.
Raven, die zu Beginn eine Einzelgängerin ist und sich allein durchkämpft, knüpft als Insassin im Gefängnis verhältnismäßig schnell Beziehungen zu anderen Charakteren. Dieser Beziehungsaufbau wirkt an vielen Stellen zu einfach und zu schnell. In diesem Punkt gelingt es der Autorin nicht, die Verhaltensänderung der Protagonist nachvollziehbar darzustellen, beziehungsweise auch deren Beziehungen auf den Grund zu gehen, wodurch die Geschichte an Authentizität verliert.