Der Start einer Spicy Dystopie Reihe.

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suewid Avatar

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"To Cage a Wild Bird" ist der Debütroman der Autorin Brooke Fast. Die Geschichte entführt uns in eine düstere, dystopische Welt, die sich gar nicht so fern anfühlt. Ein unterdrückerisches Regime in Dividium setzt die gnadenlose Regel „Disziplin oder Tod“ durch. In dieser Welt kämpft die 23-jährige Raven mit allen Mitteln ums Überleben, nicht nur für sich, sondern auch für ihren Bruder. Als er verhaftet wird, hat sie nur ein Ziel: ihn aus dem brutalen Gefängnis Endlock zu befreien, koste es, was es wolle.

Das Cover hat mich sofort gefesselt. Die intensive Farbgebung in Rot und der große, weiße, prägnante Titel springen direkt ins Auge, sie wirken bedrohlich und aggressiv. Besonders liebe ich es, wenn der Titel sich visuell widerspiegelt – hier gelingt das meisterhaft mit den goldenen Vögeln. Der Farbschnitt verleiht dem Ganzen zusätzliche Tiefe und sorgt bei Sammlern sowie Fantasy-Fans für pure Begeisterung.
Beim Lesen entdeckte ich ein weiteres Highlight. Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Schar Vögel. Ich liebe es, wenn ein Buch ein solches Konzept konsequent durchzieht und nahtlos einbindet.

Der Schreibstil und das Worldbuilding passen nahtlos zum düsteren Setting. Sie erzeugen eine atemberaubend stimmungsvolle Atmosphäre, wie dieses Zitat eindrucksvoll zeigt: „Ich schätze, wer so närrisch ist, einen wilden Vogel einzufangen, sollte nicht damit rechnen, dass der Vogel im Käfig singt.“ (S. 140)
Die Welt wirkt gnadenlos grausam und ausweglos. Genau dort keimt jedoch Hoffnung auf, etwa in einer kleinen Rebellengruppe, einer Siedlung jenseits des Regimes von Dividium und Figuren, für die Herkunft weniger zählt als pure Menschlichkeit.
Hinzukommt eine knisternde Liebesgeschichte zwischen Raven und dem Gefängniswächter Vale. Die Szenen sind intensiv spicy. Hier wartet kein langsamer Slow-Burn, sondern pure, adrenalingeladene Leidenschaft.

Was mich allerdings gestört hat, war die starke Nähe zu Vorlagen wie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins oder „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Natürlich muss nicht immer das Rad neu erfunden werden. Mir persönlich waren die Parallelen jedoch einfach zu zahlreich.


Daher ist mein Fazit, wer sich nicht an Ähnlichkeiten zu anderen Dystopien stört und Enemies-to-Lovers, Forbidden Love sowie Found Family liebt, findet hier eine düstere, spannende Geschichte, die sich rasend schnell lesen lässt und Lust auf die Fortsetzung macht.