Düstere Dystopie mit einer starken Heldin

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nina2401 Avatar

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„To Cage a Wild Bird“ ist der Auftakt zur Divided Fates-Reihe und entführt mich in eine gut dargestellte dystopische Welt, die von Gewalt, Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch geprägt ist. Die 23-jährige Kopfgeldjägerin Raven riskiert alles, um ihren Bruder Jed aus dem berüchtigten Gefängnis Endlock zu befreien – ein Ort, an dem Reiche Gefangene jagen dürfen und der Überlebenskampf zum Alltag gehört. Schon zu Beginn wird eine bedrückende Atmosphäre geschaffen, Erinnerungen an „Die Tribute von Panem“ kommen hoch.

Die Handlung ist von Wendungen und Überraschungen geprägt, der Schreibstil von Brooke Fast überzeugt durch kurze Kapitel und eine klare Sprache, die das Buch zu einem echten Pageturner macht und den Spannungsbogen hoch hält. Besonders gelungen ist die Darstellung von Raven: Sie ist eine starke, glaubwürdige Heldin, deren emotionale Motivation – die Rettung ihres Bruders – nachvollziehbar ist. Ihre Entwicklung innerhalb von Endlock sowie die Beziehungen zu anderen Figuren sorgen für Tiefe und Dynamik.

Auch die romantischen Elemente kommen nicht zu kurz: Zwischen Raven und Vale entwickeln sich Gefühle. Die Frage, wem Raven wirklich vertrauen kann, zieht sich als roter Faden durch den Roman und sorgt für eine weitere Ebene der Unsicherheit und Dramatik.

Das offene Ende macht mich neugierig auf den nächsten Band und lässt hoffen, dass die Wartezeit nicht allzu lang wird. Insgesamt bietet „To Cage a Wild Bird“ eine packende Dystopie mit emotionaler Tiefe, glaubwürdigen Charakteren und einer Atmosphäre, die Fans von Panem begeistern dürfte.