Dystopie in einer Gefängsniswelt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
bookcontent_withjules Avatar

Von

Kurz vorweg: Ich habe aktuell eine Leseflaute zu allem was dunkel und düster und kämpferisch ist. Aus diesem Grund hat mir dieses Buch nicht so zugesagt, wie es das normalerweise tun würde. Ich wollte es aber auf jeden Fall durchziehen, was ich auch getan habe. Dadurch kann ich sagen, dass es eine tolle Dystopie ist mit viel Weltuntergangsstimmung. Für mich war es aber schlicht das falsche, was man in der Rezi wahrscheinlich auch spüren wird.

Es geht um eine Frau, die alles für ihren kleinen Bruder tun würde. Als dieser ins Gefängnis kommt, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Widerstand ein und geht ebenfalls ins Gefängnis. Die Insassen dort werden als Beute gehalten. Sprich Andere können sie gegen Bezahlung jagen und tö.ten. Im Gefängnis lernt sie eine Gruppe kennen, sowie einen attraktiven Wächter. Nur wem ist zu trauen?

Die Geschichte selber ist düster und verstörend. Was Menschen anderen Menschen antun können, sei es auch nur fiktiv, ist schrecklich. Aber genau das macht eine Dystopie wohl aus. Das Worldbuilding wurde dementsprechend sehr gut konstruiert.

Auch die Beziehungen unter den Figuren hat mir sehr gut gefallen. Zwischen Liebe, Freundschaft, Hass und Verrat war alles vertreten. Verständnis füreinander, in einer Zeit wo jeder nur an sich denkt.

Die Liebesgeschichte hingegen hat mich nicht ganz überzeugt. Hier waren für mich zu viele offene Fragen, die ich nicht nachvollziehen konnte.

Im Grossen und Ganzen eine tolle Dystopie mit vielen tollen Ansätzen. Wie oben aber bereits geschrieben, für mich aktuell das Falsche. Aus diesem Grund konnte ich es leider auch nicht fühlen. Ich bin aber überzeugt, wenn ich die Geschichte vor einem Jahr gelesen hätte, würde mein Fazit gänzlich anders aussehen.