Gefangen im System
To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht und daran erinnert, wie stark dystopische Geschichten sein können, wenn sie ein klares, düsteres Konzept verfolgen. Die Idee eines Gefängnisses, in dem Inhaftierte nicht nur ihrer Freiheit beraubt werden, sondern zur Unterhaltung der Reichen gejagt werden können, ist schockierend und gleichzeitig erschreckend greifbar.
Raven als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie ist hart, entschlossen und bereit, moralische Grenzen zu überschreiten, um ihren Bruder zu schützen. Gerade dieser innere Konflikt macht sie interessant. Ihre Entwicklung hin zu mehr Vertrauen und ersten Bindungen innerhalb einer Gruppe fand ich glaubwürdig umgesetzt. Auch Vale als Gegenpart bringt Spannung in die Geschichte, vor allem durch seine ambivalente Rolle und die Dynamik zwischen Pflicht und Mitgefühl. Die romantische Ebene funktioniert für mich solide, auch wenn sie nicht der stärkste Aspekt der Geschichte ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Die Handlung ist größtenteils temporeich und hält die Spannung konstant hoch. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen mehr Hintergrund zum World Building gewünscht. Die gesellschaftlichen Strukturen, die Entstehung des Systems und die größere politische Dimension bleiben noch recht oberflächlich, was stellenweise Fragen offenlässt.
Trotz dieser Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Die Brutalität wird nicht beschönigt, die Ungerechtigkeit des Systems klar aufgezeigt, und das Ende macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.
Insgesamt ein spannender Auftakt mit einer starken Hauptfigur, düsterem Setting und viel Potenzial nach oben.
Raven als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie ist hart, entschlossen und bereit, moralische Grenzen zu überschreiten, um ihren Bruder zu schützen. Gerade dieser innere Konflikt macht sie interessant. Ihre Entwicklung hin zu mehr Vertrauen und ersten Bindungen innerhalb einer Gruppe fand ich glaubwürdig umgesetzt. Auch Vale als Gegenpart bringt Spannung in die Geschichte, vor allem durch seine ambivalente Rolle und die Dynamik zwischen Pflicht und Mitgefühl. Die romantische Ebene funktioniert für mich solide, auch wenn sie nicht der stärkste Aspekt der Geschichte ist.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Die Handlung ist größtenteils temporeich und hält die Spannung konstant hoch. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen mehr Hintergrund zum World Building gewünscht. Die gesellschaftlichen Strukturen, die Entstehung des Systems und die größere politische Dimension bleiben noch recht oberflächlich, was stellenweise Fragen offenlässt.
Trotz dieser Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Die Brutalität wird nicht beschönigt, die Ungerechtigkeit des Systems klar aufgezeigt, und das Ende macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.
Insgesamt ein spannender Auftakt mit einer starken Hauptfigur, düsterem Setting und viel Potenzial nach oben.