Gemischte Gefühle - Spannungsaufbau gefiel mir, Liebesgeschichte dafür nicht.

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„To Cage a Wild Bird“ erzählt die Geschichte der Kopfgeldjägerin Raven, die sich nach Endlock einschleust, um ihren Bruder Jed zu befreien. Dabei verliert sie ihr Herz an einen Wachmann und er seines an sie. Dividium teilt sich in drei Sektoren auf. Im ärmeren Teil ist aufgrund von Lebensmittelknappheit und schlechten Chancen auf ein besseres Leben die Kriminalität entsprechend hoch. In Endlock landen die Kriminellen. Sie werden zur Jagd freigegeben und müssen sich über das Spielfeld durch verschiedene Herausforderungen und Fallen kämpfen. Neben tödlichen Spielen entsteht eine heiße Liebesgeschichte. Von den ersten schüchternen und versteckten Annäherungen kommt es viel zu schnell zu mehr. Pluspunkt dieser Dystopie: Eine Leseflaute wurde abgewendet und ich hab ein neues Genre ausprobiert und für mich entdeckt. Die Schwächen: Die Liebesgeschichte entwickelt sich zu schnell und unglaubwürdig hinsichtlich der äußeren Umstände. Die körperliche Anziehung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Die Figuren erlangen nicht die nötige Tiefe um eine Bindung zu den Lesern aufzubauen und es fehlt eindeutig am Fantasyanteil. Ich sehe hier nur eine Dystopie mit einer Romanze, die sich in endlosen Wiederholungen verliert. Wiederholungen wie „er knurrte“ oder „sie leckte sich über die Unterlippe oder kaute auf ihrer Unterlippe“ haben mich zunehmend genervt. Es gibt doch weitaus schönere Beschreibungen, um Nähe und Verlangen zu Papier zu bringen. Stärke des Romans ist eindeutig der Spannungsaufbau. Dem Genre bleibe ich gerne treu. Die Reihe werde ich wahrscheinlich nicht weiter verfolgen.