Mir hat einfach was gefehlt
To Cage a Wild Bird hat mich vor allem mit seinem düsteren Setting und der grundsätzlichen Idee extrem neugierig gemacht. Das Gefängnissystem, die Brutalität der Welt und der permanente Überlebensdruck sorgen für eine spannende Grundatmosphäre, die mich gerade am Anfang gut abgeholt hat. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, stellenweise echt temporeich, und es fällt leicht immer weiterzulesen, weil man wissen will, wie Raven sich in dieser Situation behauptet.
Allerdings blieb für mich einiges an der Oberfläche. Das Worldbuilding wirft echt einige interessante Fragen auf, geht ihnen aber selten wirklich nach. Viele Aspekte der Welt hätte ich gern tiefer verstanden, mehr Informationen erhalten, statt sie nur als Hintergrund für die Handlung zu sehen. Auch die Figuren, besonders abseits der Hauptcharaktere, hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen. Die emotionale Bindung zu ihnen entstand eher punktuell als langanhaltend.
Die romantische Entwicklung konnte mich leider auch nicht vollständig überzeugen. Sie ging mir irgendwie zu schnell und wirkte dadurch weniger glaubwürdig, obwohl das Potenzial für eine intensive Beziehung definitiv vorhanden gewesen wäre. Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, bekannte Dystopieelemente wiederzuerkennen, ohne dass sie neu genug interpretiert wurden, um wirklich einen Wow-Effekt zu bringen.
Unterm Strich ist es ein solides, unterhaltsames Buch mit einer starken Ausgangsidee und viel Tempo, dem jedoch an Tiefe und emotionaler Ausarbeitung fehlt. Für Fans von actionreichen Dystopien ist es aber definitiv einen Blick wert, für mich bleibt es jedoch eher ein gutes Zwischendurch-Buch, als ein echtes Highlight.
Allerdings blieb für mich einiges an der Oberfläche. Das Worldbuilding wirft echt einige interessante Fragen auf, geht ihnen aber selten wirklich nach. Viele Aspekte der Welt hätte ich gern tiefer verstanden, mehr Informationen erhalten, statt sie nur als Hintergrund für die Handlung zu sehen. Auch die Figuren, besonders abseits der Hauptcharaktere, hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen. Die emotionale Bindung zu ihnen entstand eher punktuell als langanhaltend.
Die romantische Entwicklung konnte mich leider auch nicht vollständig überzeugen. Sie ging mir irgendwie zu schnell und wirkte dadurch weniger glaubwürdig, obwohl das Potenzial für eine intensive Beziehung definitiv vorhanden gewesen wäre. Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, bekannte Dystopieelemente wiederzuerkennen, ohne dass sie neu genug interpretiert wurden, um wirklich einen Wow-Effekt zu bringen.
Unterm Strich ist es ein solides, unterhaltsames Buch mit einer starken Ausgangsidee und viel Tempo, dem jedoch an Tiefe und emotionaler Ausarbeitung fehlt. Für Fans von actionreichen Dystopien ist es aber definitiv einen Blick wert, für mich bleibt es jedoch eher ein gutes Zwischendurch-Buch, als ein echtes Highlight.