Sehr gute Dystopie
Meinung:
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Erster Satz: Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.
Das Cover finde in Ordnung, es sticht nicht wirklich aus der Masse hervor, aber es ist ok.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Raven, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich fand die Beschreibungen gelungen und auch ihrer inneren Konflikt konnte man gut nachvollziehen.
Zu Beginn lernt man Raven kennen, die eine Kopfgeldjägerin ist. Als ihr Bruder verhaftet wird und nach Endlock gebracht wird, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Kollektiv ein um ihm da rauszuhelfen. Dafür geht sie selbst nach Endlock und muss dort überleben.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Das lag einerseits am Schreibstil aber auch an der Geschichte. Ich bin ein Fan von dystopischen Settings und das wurde hier gut umgesetzt. Ich war sofort neugierig, wie die Welt so wurde, wie die Strukturen genau aussehen und natürlich was Endlock ist.
Raven fand ich als Charakter in Ordnung, auch wenn sie nicht mein Liebling werden wird. Dafür ist sie zu impulsiv und denkt nur an sich und ihren Bruder. Selbst als sie sowas wie Freunde und Verbündete gefunden hat, dreht sich alles um ihren Bruder und erst mit der Zeit werden ihr die anderen Personen wichtiger. Ich fand sie auch leichtsinnig, sie hätte so oft erwischt werden können und nie hat sie sich Gedanken darum gemacht.
Vale blieb etwas flach für mich, weil er immer nur kurz dabei war. Ich mochte ihn grundsätzlich aber gerne. Man kann sich schnell denken, dass er was verbirgt und rätselt dann natürlich mit, wieso er Raven hilft und was er davon hat. Er ist also eher der mysteriöse Typ und immer rechtzeitig da, bevor irgendwas Schlimmes passieren kann.
Ich fand das Setting des Buches toll. In Endlock werden die Verbrecher eingesperrt und die Reichen können Jagd auf sie machen. Dafür gibt es einen umzäunten Außenbereich, es werden 10 Gefangene ausgewählt und diese müssen es zu einem Baum schaffen, bevor sie von den Jägern umgebracht werden. Wenn die Häftlinge nicht bei einer Jagd sind, müssen sie arbeiten.Ich fand das super interessant und auch die Jagden waren wirklich gut zu lesen. Es hatte ein bisschen was von Divergent, besonders alles außerhalb des Gefängnisses.
In Endlock versucht Raven nun ihren Bruder und eine andere Gefangene zu befreien, denn das war der Deal mit dem Kollektiv. Sie haben geplant und Ideen verworfen und als es immer ernster wurde, wurde auch irgendwie die Sicherheit im Gefängnis weniger. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn es waren immer die richtigen Kameras ohne Strom, es waren nie Wärter unterwegs, die Gefangenen konnten sich frei bewegen und auch bei Jagd wurde nicht genau hingesehen. Außerdem haben sich Raven und Vale immer mal wieder auffällig benommen, aber es hat niemanden interessiert. Das ging doch ein bisschen zu einfach voran und hat mich ein wenig enttäuscht.
Neben dem Ausbruch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die ich gar nicht unbedingt als solche bezeichnen würde, denn so wirkliche Gefühle habe ich nicht gespürt. Es war Lust da und vielleicht ein wenig Verzweiflung, aber von Liebe würde ich da sicher nicht sprechen. Dafür ging mir das alles zu schnell und es gab zu wenig Kontakt zwischen Raven und Vale, um eine sinnvolle Beziehung aufzubauen.
Gut gefallen haben mir aber die Nebencharaktere wie Momo, August oder Yara. Sie waren so verschieden und doch so gut ausgearbeitet, man muss sie einfach mögen. Ich habe bei jeder Jagd und bei jedem Konflikt gehofft, dass niemandem von ihnen etwas passiert. Besonders August ist mir schnell ans Herz gewachsen.
Gegen Ende geht dann alles recht schnell und passiert sehr viel auf einmal. Es gibt keine ruhige Sekunde mehr und als Leser fiebert man natürlich mit. Nur der große Knall am Ende blieb aus, denn vieles konnte man sich schon vorher zusammenreimen und daher gab es wenige Überraschungen. Für ich gab es auch keinen guten Cliffhanger, das Ende hat mich nicht unbedingt neugierig auf Band zwei gemacht, aber lesen werde ich ihn trotzdem, denn insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
Fazit:
Endlich wieder ein dystopischer Roman, der echt gut war. Ich mochte die Charaktere und die Welt super gerne, die Idee mit Endlock hat mir auch richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte und dass vieles so einfach ging hat die Bewertung ein bisschen runter gedrückt, aber insgesamt war es immer noch ein sehr gutes Buch und bekommt von mir 4 Sterne.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Erster Satz: Einhundertsiebenundzwanzig. So viele Leben hatte ich über die Jahre gegen einen vollen Magen getauscht.
Das Cover finde in Ordnung, es sticht nicht wirklich aus der Masse hervor, aber es ist ok.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Raven, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich fand die Beschreibungen gelungen und auch ihrer inneren Konflikt konnte man gut nachvollziehen.
Zu Beginn lernt man Raven kennen, die eine Kopfgeldjägerin ist. Als ihr Bruder verhaftet wird und nach Endlock gebracht wird, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Kollektiv ein um ihm da rauszuhelfen. Dafür geht sie selbst nach Endlock und muss dort überleben.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Das lag einerseits am Schreibstil aber auch an der Geschichte. Ich bin ein Fan von dystopischen Settings und das wurde hier gut umgesetzt. Ich war sofort neugierig, wie die Welt so wurde, wie die Strukturen genau aussehen und natürlich was Endlock ist.
Raven fand ich als Charakter in Ordnung, auch wenn sie nicht mein Liebling werden wird. Dafür ist sie zu impulsiv und denkt nur an sich und ihren Bruder. Selbst als sie sowas wie Freunde und Verbündete gefunden hat, dreht sich alles um ihren Bruder und erst mit der Zeit werden ihr die anderen Personen wichtiger. Ich fand sie auch leichtsinnig, sie hätte so oft erwischt werden können und nie hat sie sich Gedanken darum gemacht.
Vale blieb etwas flach für mich, weil er immer nur kurz dabei war. Ich mochte ihn grundsätzlich aber gerne. Man kann sich schnell denken, dass er was verbirgt und rätselt dann natürlich mit, wieso er Raven hilft und was er davon hat. Er ist also eher der mysteriöse Typ und immer rechtzeitig da, bevor irgendwas Schlimmes passieren kann.
Ich fand das Setting des Buches toll. In Endlock werden die Verbrecher eingesperrt und die Reichen können Jagd auf sie machen. Dafür gibt es einen umzäunten Außenbereich, es werden 10 Gefangene ausgewählt und diese müssen es zu einem Baum schaffen, bevor sie von den Jägern umgebracht werden. Wenn die Häftlinge nicht bei einer Jagd sind, müssen sie arbeiten.Ich fand das super interessant und auch die Jagden waren wirklich gut zu lesen. Es hatte ein bisschen was von Divergent, besonders alles außerhalb des Gefängnisses.
In Endlock versucht Raven nun ihren Bruder und eine andere Gefangene zu befreien, denn das war der Deal mit dem Kollektiv. Sie haben geplant und Ideen verworfen und als es immer ernster wurde, wurde auch irgendwie die Sicherheit im Gefängnis weniger. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn es waren immer die richtigen Kameras ohne Strom, es waren nie Wärter unterwegs, die Gefangenen konnten sich frei bewegen und auch bei Jagd wurde nicht genau hingesehen. Außerdem haben sich Raven und Vale immer mal wieder auffällig benommen, aber es hat niemanden interessiert. Das ging doch ein bisschen zu einfach voran und hat mich ein wenig enttäuscht.
Neben dem Ausbruch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die ich gar nicht unbedingt als solche bezeichnen würde, denn so wirkliche Gefühle habe ich nicht gespürt. Es war Lust da und vielleicht ein wenig Verzweiflung, aber von Liebe würde ich da sicher nicht sprechen. Dafür ging mir das alles zu schnell und es gab zu wenig Kontakt zwischen Raven und Vale, um eine sinnvolle Beziehung aufzubauen.
Gut gefallen haben mir aber die Nebencharaktere wie Momo, August oder Yara. Sie waren so verschieden und doch so gut ausgearbeitet, man muss sie einfach mögen. Ich habe bei jeder Jagd und bei jedem Konflikt gehofft, dass niemandem von ihnen etwas passiert. Besonders August ist mir schnell ans Herz gewachsen.
Gegen Ende geht dann alles recht schnell und passiert sehr viel auf einmal. Es gibt keine ruhige Sekunde mehr und als Leser fiebert man natürlich mit. Nur der große Knall am Ende blieb aus, denn vieles konnte man sich schon vorher zusammenreimen und daher gab es wenige Überraschungen. Für ich gab es auch keinen guten Cliffhanger, das Ende hat mich nicht unbedingt neugierig auf Band zwei gemacht, aber lesen werde ich ihn trotzdem, denn insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
Fazit:
Endlich wieder ein dystopischer Roman, der echt gut war. Ich mochte die Charaktere und die Welt super gerne, die Idee mit Endlock hat mir auch richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte und dass vieles so einfach ging hat die Bewertung ein bisschen runter gedrückt, aber insgesamt war es immer noch ein sehr gutes Buch und bekommt von mir 4 Sterne.