Spannend und sehr brutal

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In Dividium muss man ständig auf der Hut sein, denn ein einziger kleiner Fehler kann einen in das brutale Gefängnis Endlock bringen. Und hier kommt niemand mehr lebend heraus. Denn täglich finden sogenannte Jagden statt, in denen reiche Bürger jagt auf die Gefangenen machen und diese dann bei "Erfolg" töten.
Als ihr jüngerer Bruder nach Endlock kommt, steht für Raven sofort fest, dass sie auch dorthin muss, um ihm bei zu stehen. Dieses Vorhaben braucht auch nicht lange und schon bald ist sie ebenfalls Gefangene und muss bei den Jagden um ihr Leben kämpfen.

Ich war zunächst unschlüssig, ob ich die Geschichte lesen möchte, bin aber nun sehr froh, dass ich es getan habe. Die ersten wenigen Kapitel war mir Raven und die Welt noch sehr fremd, aber spätestens ab der Verhaftung war ich richtig drin in der Geschichte.
Raven hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist jung, aber hat im Leben schon so viel erlebt, was sie geprägt hat. In jungen Jahren hat sie ihre Eltern an Endlock verloren und musste sich um ihren Bruder kümmern. Daher kann man ihren Entschluss ihm ins Gefängnis zu folgen sofort verstehen. Ihr Bruder ist die einzige Familie, die ihr noch geblieben ist. Nach und nach lernt sie in Endlock auch andere Insassen besser kennen und es entsteht ein gewisser Zusammenhalt. Diese Bande sind nur langsam entstanden, was ich sehr authentisch in dieser Umgebung finde. Und auch die Anziehungskraft, die zwischen Raven und dem Wachmann Vale besteht, konnte ich gut nachempfinden. Die Brutalität, die hier beschrieben wird, ist nichts für schwache Nerven. Man muss schon das ein oder andere Mal sehr schlucken. Aber dennoch, für mich, eine sehr lesenswerte Geschichte, die noch lange nachhallen wird. Und ich kann es nicht erwarten, dass der zweite Teil herauskommt und ich endlich erfahren kann, wie es weitergeht.