Tribute von Panem reloaded - dystopie meets romance
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast ist eine Dystopie, die mich bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann gezogen hat. Ohne große Vorwarnung wird man mitten in die brutale, düstere Welt von Dividium geworfen – hart, ungerecht, gefährlich und moralisch zutiefst verdreht. Ein dystopisches Amerika nach zwei Bürgerkriegen, teilweise nuklear zerstört, aufgeteilt in fünf Städte mit je eigener Regierung und Gesetzgebung. Wer gegen die Regeln verstößt, landet bis ans Lebensende im Gefängnis Endlock – und dort werden die Insassen von reichen Bürgern in den Tod gejagt. Allein dieses Setting erzeugt eine permanente Beklemmung.
Besonders gelungen ist das Worldbuilding. Es erfolgt größtenteils über Show statt Tell, ohne erklärende Infodumps. Man lernt die Strukturen und Hierarchien gemeinsam mit der Protagonistin Raven kennen, die sich selbst als Gefangene in Endlock einschleust, um ihren Bruder zu retten. Die Atmosphäre in Endlock ist dicht, bedrohlich und konstant spannungsgeladen. Die moralisch pervertierte Jagd auf Menschen, die Hoffnungslosigkeit und gleichzeitig der starke Überlebenswille der Gefangenen sorgen für Gänsehaut.
Raven hat mich als Figur überzeugt. Sie ist mutig, clever und strategisch, aber nicht unfehlbar. Ihre Fehler und ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung machen sie greifbar und glaubwürdig. Ihre Motivation ist emotional nachvollziehbar und trägt die Geschichte.
Die Romance mit Vale bleibt für mich allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück. Als Enemies-to-Lovers-Geschichte funktioniert sie nur eingeschränkt, da relativ früh klar wird, dass er vermutlich kein wirklicher Gegner ist. Die Slow-Burn-Elemente sind vorhanden, haben mich emotional jedoch nicht vollständig abgeholt.
Im letzten Drittel hat mich die Geschichte etwas verloren. Der Cliffhanger ist da, aber er hatte für mich nicht die Wucht, die ich gebraucht hätte. Zudem fehlten mir prägnante, zitierwürdige, systemkritische Sätze, wie ich sie gerade in Dystopien besonders schätze.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr gut lesbar. Insgesamt ein starker Auftakt mit beeindruckender Atmosphäre und überzeugender Protagonistin, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermaßen abgeholt haben. 4 von 5 Sternen – Band 2 werde ich definitiv lesen.
Besonders gelungen ist das Worldbuilding. Es erfolgt größtenteils über Show statt Tell, ohne erklärende Infodumps. Man lernt die Strukturen und Hierarchien gemeinsam mit der Protagonistin Raven kennen, die sich selbst als Gefangene in Endlock einschleust, um ihren Bruder zu retten. Die Atmosphäre in Endlock ist dicht, bedrohlich und konstant spannungsgeladen. Die moralisch pervertierte Jagd auf Menschen, die Hoffnungslosigkeit und gleichzeitig der starke Überlebenswille der Gefangenen sorgen für Gänsehaut.
Raven hat mich als Figur überzeugt. Sie ist mutig, clever und strategisch, aber nicht unfehlbar. Ihre Fehler und ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung machen sie greifbar und glaubwürdig. Ihre Motivation ist emotional nachvollziehbar und trägt die Geschichte.
Die Romance mit Vale bleibt für mich allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück. Als Enemies-to-Lovers-Geschichte funktioniert sie nur eingeschränkt, da relativ früh klar wird, dass er vermutlich kein wirklicher Gegner ist. Die Slow-Burn-Elemente sind vorhanden, haben mich emotional jedoch nicht vollständig abgeholt.
Im letzten Drittel hat mich die Geschichte etwas verloren. Der Cliffhanger ist da, aber er hatte für mich nicht die Wucht, die ich gebraucht hätte. Zudem fehlten mir prägnante, zitierwürdige, systemkritische Sätze, wie ich sie gerade in Dystopien besonders schätze.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr gut lesbar. Insgesamt ein starker Auftakt mit beeindruckender Atmosphäre und überzeugender Protagonistin, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermaßen abgeholt haben. 4 von 5 Sternen – Band 2 werde ich definitiv lesen.