Dunkles Finnland
Buchmeinung zu Lisa Sarah Brandstäter – »Tod in heller Sommernacht«
»Tod in heller Sommernacht« ist ein Kriminalroman von Lisa Sarah Brandstäter, der 2026 bei Ullstein Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für Kommissarin Leena Victor von der Polizei in Helsinki.
Zum Autor:
Lisa Sarah Brandstäter ist Deutschfinnin und zweisprachig in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Nach ihrer Schauspielausbildung konnte sie während ihres Skandinavistik-Studiums ihre Liebe zur nordischen Spannungsliteratur vertiefen, was sie unwiderruflich zum Krimi geführt hat. Inzwischen lebt sie in Helsinki und arbeitet in einer Firma, die Deutschen beim Auswandern nach Skandinavien hilft.
Zum Inhalt:
In der Kleinstadt Porvoo bei Helsinki wird ein junge Frau mehrfach von einem Auto überfahren. Leena Victor und ihre Kollegen übernehmen die Ermittlungen.
Meine Meinung:
Auch in diesem Buch wird ein Finnland beschrieben, in dem man insbesondere als weiblicher Mensch nicht unbedingt leben möchte. Die Ermittler sind selber bereits vom Leben gezeichnet und bräuchten mal eine Auszeit. Leena Victor ist Polizistin aus Überzeugung und lebt für ihren Job. Private Probleme sind die Folge. Ihr Kollege ist tablettensüchtig und schwer angeschlagen. Trotzdem funktioniert ihre Zusammenarbeit. Der Fall ist komplex und die Beteiligten hüten ihre Geheimnisse so weit es eben geht, damit eine ansehnliche Fassade präsentiert werden kann. Etliche Figuren sind von einer unglaublichen Gefühlskälte geprägt und das Zusammenleben ist für viele eine Tortur. Leena und ihre Kollegen müssen eine Mammutaufgabe bewältigen und nähern sich der Wahrheit nur in kleinen Schritten.
Leena wirkt sympathisch, hartnäckig, engagiert und kompetent. Bald wird deutlich, dass neben dem Fall eine massives Problem in ihrem privaten Umfeld besteht.
Durch die wechselnden Perspektiven wird das Gefühlsleben der Beteiligten noch intensiver dargestellt. Die Autorin lässt kaum ein Problem aus. Alkohol, häusliche Gewalt, Vereinsamung, Gefühlskalte, Gewalt gegen Kinder und Gewaltbereitschaft sowie diverse psychisch bedingte Störungen zeichnen ein düsteres Bild der finnischen Gesellschaft. Es ist ein düsteres Bild und steht ganz im Gegensatz zur landschaftlichen Schönheit der Region. Es gibt einige überraschende Wendungen und die Spannung ist durchgehend gegeben. Zeitweilig hat der Leser einen Wissensvorsprung vor den Ermittlern, aber die Ermittler kommen auf die richtige Spur. Am Ende steht ein nachvollziehbar gelöster Fall, der aber Spuren bei vielen Beteiligten hinterlassen hat.
Fazit:
Ein überaus düsterer Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur, der eine finnische Gesellschaft in der Krise beschreibt. Mich hat das Buch überzeugt, auch wenn es manchmal schon etwas viel Dunkelheit war. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.
»Tod in heller Sommernacht« ist ein Kriminalroman von Lisa Sarah Brandstäter, der 2026 bei Ullstein Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für Kommissarin Leena Victor von der Polizei in Helsinki.
Zum Autor:
Lisa Sarah Brandstäter ist Deutschfinnin und zweisprachig in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Nach ihrer Schauspielausbildung konnte sie während ihres Skandinavistik-Studiums ihre Liebe zur nordischen Spannungsliteratur vertiefen, was sie unwiderruflich zum Krimi geführt hat. Inzwischen lebt sie in Helsinki und arbeitet in einer Firma, die Deutschen beim Auswandern nach Skandinavien hilft.
Zum Inhalt:
In der Kleinstadt Porvoo bei Helsinki wird ein junge Frau mehrfach von einem Auto überfahren. Leena Victor und ihre Kollegen übernehmen die Ermittlungen.
Meine Meinung:
Auch in diesem Buch wird ein Finnland beschrieben, in dem man insbesondere als weiblicher Mensch nicht unbedingt leben möchte. Die Ermittler sind selber bereits vom Leben gezeichnet und bräuchten mal eine Auszeit. Leena Victor ist Polizistin aus Überzeugung und lebt für ihren Job. Private Probleme sind die Folge. Ihr Kollege ist tablettensüchtig und schwer angeschlagen. Trotzdem funktioniert ihre Zusammenarbeit. Der Fall ist komplex und die Beteiligten hüten ihre Geheimnisse so weit es eben geht, damit eine ansehnliche Fassade präsentiert werden kann. Etliche Figuren sind von einer unglaublichen Gefühlskälte geprägt und das Zusammenleben ist für viele eine Tortur. Leena und ihre Kollegen müssen eine Mammutaufgabe bewältigen und nähern sich der Wahrheit nur in kleinen Schritten.
Leena wirkt sympathisch, hartnäckig, engagiert und kompetent. Bald wird deutlich, dass neben dem Fall eine massives Problem in ihrem privaten Umfeld besteht.
Durch die wechselnden Perspektiven wird das Gefühlsleben der Beteiligten noch intensiver dargestellt. Die Autorin lässt kaum ein Problem aus. Alkohol, häusliche Gewalt, Vereinsamung, Gefühlskalte, Gewalt gegen Kinder und Gewaltbereitschaft sowie diverse psychisch bedingte Störungen zeichnen ein düsteres Bild der finnischen Gesellschaft. Es ist ein düsteres Bild und steht ganz im Gegensatz zur landschaftlichen Schönheit der Region. Es gibt einige überraschende Wendungen und die Spannung ist durchgehend gegeben. Zeitweilig hat der Leser einen Wissensvorsprung vor den Ermittlern, aber die Ermittler kommen auf die richtige Spur. Am Ende steht ein nachvollziehbar gelöster Fall, der aber Spuren bei vielen Beteiligten hinterlassen hat.
Fazit:
Ein überaus düsterer Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur, der eine finnische Gesellschaft in der Krise beschreibt. Mich hat das Buch überzeugt, auch wenn es manchmal schon etwas viel Dunkelheit war. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.