Grausamer Mord an einer Studentin – es ist anders als Du denkst

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bema_pe25 Avatar

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Porvoo, etwa 50km östlich von Helsinki gelegen. Lina Saarinen stirbt nach einer langen Nacht mit ihren Freunden Sofia, Johan und Felix auf dem Weg nach Hause. Sie sind auf ihren Mopeds unterwegs und haben einiges an Alkohol getrunken. An einer Abzweigung trennen sich Ihre Wege und Lina fährt alleine weiter. Nach einiger Zeit folgt ihr ein Fahrzeug, das aggressiver in der Fahrweise wird und Lina Angst macht. An einer Stelle verliert sie die Kontrolle über ihr Moped und stürzt über einen Stolperstein. Das Fahrzeug fährt ohne vom Gas zu gehen mit voller Wucht über Lina, hält an und überfährt sie ein zweites Mal. Danach flüchtet der Fahrer/die Fahrerin und lässt Lina liegen, die noch an der Unfallstelle an den Folgen verstirbt.

Leena Victor und Sebastian Nyberg fahren von Helsinki nach Porvoo, um die Ermittlungen in diesem Fall zu übernehmen. Unterstützt werden sie dabei von den örtlichen Kollegen der Polizeistation, die bisher keinerlei Erfahrungen mit Mordfällen haben. Insbesondere der Polizist Emil Leinonen steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Ermittlungen scheinen anfänglich gut zu laufen. Eine zentrale Rolle scheint das Hotel des Vaters der Toten zu spielen. Etliche Spuren führen immer wieder zu den Inhabern und Mitarbeitern des Hotels. Auch die Freunde der Toten spielen eine unrühmliche Rolle. Ein Selbstmord geschieht und es sieht so aus, dass der Mann ein Verhältnis mit Lina hatte und dabei den Mord an ihr in einem schriftlichen Geständnis gesteht. Damit könnte der Fall aufgeklärt sein. Aber hier hält die Autorin noch weitere Wendungen bereit und am Ende ist der Fall ganz anders, als man erwarten würde.

Ich habe den Krimi in der Ebook Version gelesen. Die insgesamt 332 Seiten habe ich in relativ kurzer Zeit verschlungen. Der Schreibstil ist flüssig, den Abhandlungen der verschiedenen Stränge konnte gut gefolgt werden. Es gab keine unnötig in die länge gezogenen Szenen. Es war dennoch ausreichend Raum vorhanden, um auch die privaten Themen der Ermittler zu beleuchten und deren Hintergrund auszuarbeiten. Dies passte für mich gut im Kontext der Ermittlungen und diente als Erklärung für einige der Verhaltensmuster.

Auch wenn Finnland eher für seine dunkleren Thriller bekannt ist, so ist Lisa Sarah Brandstäter hier ein durchaus ansprechender und kurzweiliger Krimi gelungen, der auch nicht Finnlandfans begeistern dürfte. Mich hat er jedenfalls begeistert und ist eine klare Leseempfehlung. Das Buchcover passt zum Inhalt des Buches.

Für den Herbst 2027 ist der dritte Band aus dieser Reihe angekündigt. Wir dürfen gespannt sein. Ich freue mich schon darauf.