Hinter der finnischen Idylle lauern dunkle Geheimnisse

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anlilileise Avatar

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Mit Tod in heller Sommernacht geht die Krimireihe von Lisa Sarah Brandstäter rund um Kommissarin Leena Victor in die zweite Runde. Diesmal führt ein besonders brutaler Mord die Ermittlungen nach Porvoo: Eine junge Studentin wird mehrfach von einem Auto überfahren. Was zunächst viele Fragen aufwirft, entwickelt sich zunehmend zu einem komplexen Fall, bei dem immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen.

Besonders reizvoll ist der Gegensatz zwischen dem Schauplatz und dem Verbrechen. Helle finnische Sommernächte und eine scheinbar friedliche Umgebung treffen auf eine Geschichte, die immer düsterere Seiten offenbart. Hinter der schönen Fassade verbergen sich Lügen, schwierige Beziehungen und persönliche Abgründe.

Dabei beschränkt sich die Geschichte nicht nur auf die Suche nach dem Täter. Auch das Leben der beteiligten Personen bekommt Raum und verschiedene Perspektiven sorgen dafür, dass sich nach und nach ein größeres Bild ergibt. Themen wie Machtmissbrauch, Manipulation und Stalking geben dem Kriminalfall zusätzlich eine ernstere Ebene.

Auch die Ermittlungsarbeit hat genügend Möglichkeiten zum Miträtseln zu bieten. Neue Erkenntnisse verändern immer wieder die Ausgangslage und lange bleibt offen, wie die verschiedenen Ereignisse tatsächlich miteinander zusammenhängen. Stellenweise sind es vielleicht fast etwas viele Verstrickungen auf einmal, am Ende werden die Fäden jedoch schlüssig zusammengeführt.

Insgesamt ein atmosphärischer Skandinavien-Krimi, der eine idyllische Kulisse mit einem düsteren Fall, persönlichen Geheimnissen und klassischer Ermittlungsarbeit verbindet.