Nach wirklich gutem Beginn hanebüchene Fortsetzung der Story

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rflieder Avatar

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Weltglücksatlas von 2026 – Die Finnen sind mal wieder am glücklichsten. Dachte ich auch, bis ich den Krimi von Lisa Sarah Brandstäter las. Jetzt weiß ich es besser. Fast alle Menschen trinken zu viel Alkohol, haben psychische Probleme, viele sind depressiv. Männer sind Täter. Ehebetrüger, gewalttätig gegen ihre Frauen und Kinder, Vergewaltiger, Entführer, Kontroll-Freaks. Die Autorin scheint ein Problem mit Männern zu haben. Und die Frauen sind bis auf Ausnahmen Opfer. Ein Freund von mir sagte einmal ‚Unter jedem Dach ist ein Ach‘. In Finnland sind es offenbar viele Achs. Vergebliche Kinderwünsche, verstorbene Kinder, verschollene Kinder, verschollene Väter usw.
Ironie beiseite. Die ersten ca. 200 Seiten des Buches haben mir gut gefallen. Vielleicht etwas zu wenig Spannung, aber atmosphärisch relativ dicht. Ein sympathisches Ermittlerteam, das aber zu sehr auf die Intuition der Kommissarin Leena und zu wenig auf Polizeiarbeit setzt. Wenn eine junge Frau absichtlich mehrfach von einem PKW überfahren wird, sich sogar jemand zu der Tat bekennt, versuche ich doch, das Tatauto zu finden. Ab ca. Seite 200 wird die Handlung hanebüchen. Haarsträubende Zufälle sollen zu den Taten geführt haben, auch die Aufklärung gelingt nur mithilfe Leenas Intuition und vieler Zufälle. Zunächst habe ich überlegt, ob ich auch den Vorgänger- und den Folgeband lese. Jetzt bleibe ich doch lieber bei Viveca Sten.