Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
waterlilly Avatar

Von

4,5 Sterne.
„Tod in heller Sommernacht“ ist bereits der zweite Finnland Krimi um die Ermittlerin Leena. Auch ohne Vorkenntnisse bin ich sehr gut in diese Reihe gestartet. Lisa Sarah Brandstäter hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es sehr leicht macht, in die Geschichte hineinzukommen und durch den knapp 500 Seiten lang keine Langeweile aufkommt.
Direkt im Prolog passiert ein brutales Verbrechen, als eine Studentin mehrfach von einem Auto überfahren wird. Es entwickelt sich eine komplexe Handlung, in die viele Personen involviert sind. Mehrere davon wirken auf irgendeine Art suspekt, aber dass jemand davon ein Motiv haben könnte, die Studentin zu ermorden, kann man sich nicht vorstellen. Es passieren viele verschiedene Dinge und ich wurde immer neugieriger ob und wie all das zusammen hängt.
Erst zum Schluss bekam man eine Vorahnung, wer dahinter stecken könnte. Das Warum konnte man nicht vorhersehen und umso mehr schockiert es mit seiner Tragik.
Die Ermittler Leena und Sebastian sind zwei rundum sympathische Charaktere. Wir erfahren viel über ihr Privatleben und insbesondere bei der Handlung um Leena und ihrem Lebensgefährten habe ich mitgefiebert.
Im Grunde hat mir alles an diesem Krimi richtig gut gefallen. Das Setting, der Aufbau und die Protagonisten. Einen halben Stern ziehe ich allerdings ab, denn der Grund für die Auflösung des Falls ist einzig und allein ein spontanes Bauchgefühl von Leena. Das halte ich für wenig realistisch, wie sie plötzlich auf diesen Verdacht gekommen ist.