Spannender Krimi aus Finnland

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Kommissarin Leena Victor wird zur Hilfe gerufen als die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Das Opfer wurde mehrfach überfahren und die Brutalität des Verbrechens deutet auf ein persönliches Motiv hin. Leena beginnt mit den Recherchen, kann aber zunächst nichts Belastendes finden, was für einen Mord an der beliebten Studentin sprechen würde. Ein zweiter Mord und ein Vermisstenfall im Umfeld des Opfers erhöhen dann aber den Druck auf Leena und ihr Team. Können sie den Täter oder die Täterin noch rechtzeitig stoppen, ehe es zu weiteren Gewalttaten kommt? Der Wettlauf mit der Zeit hat begonnen.

"Tod in heller Sommernacht" ist der zweite Band aus der Reihe um die engagierte Kommissarin Leena Victor. Die guten Bewertungen des Auftaktbandes haben meine Aufmerksamkeit geweckt und ich bin mit dem aktuellen Fall in die Serie gestartet. Ich hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme und der bildreiche und hervorragend zu lesende Schreibstil haben mich schnell nach Skandinavien entführt. Der Spannungsbogen wird mit dem Mord an der jungen Studentin direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die weiteren Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer komplexer werdende Geschichte voller überraschender Wendungen, die den Krimi für mich zu einem Page-Turner machten. Die Charaktere sind interessant gezeichnet und tragen mit ihren persönlichen Schicksalen zum Gelingen des Buches bei. Die nachvollziehbare und nur sehr schwer vorhersehbare Auflösung rundet das Ganze gelungen ab.

Insgesamt ist "Tod in heller Sommernacht" für mich ein überzeugender Skandinavien-Krimi, der mich mit einem wohldosierten Lokalkolorit, sympathischen Protagonisten, einer clever in Szene gesetzten Story und dem Erzähltalent der Autorin überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.