Abwechslungsreiche Detektivgeschichte

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kirstin Avatar

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Die Protagonistin des Buches ist die Lektorin Susan Ryeland. Nach einigen Schicksalsschlägen kehrt sie zurück nach London und wird von ihrem Verleger gebeten, ein Sequel der berühmten Atticus Pünd-Detektivromane zu lektorieren und den jungen, noch unerfahrenen Autor zu betreuen. Mit gemischten Gefühlen nimmt Susan die Aufgabe an, denn die Arbeit mit dem ursprünglichen Autor hat in der Vergangenheit schlimme Folgen für Susan gehabt. Sie lernt den neuen Autor Eliot Crace kennen und beginnt mit dem Lesen der ersten Kapitel. Schnell bemerkt sie, dass Eliot seine eigene Vita und die schlimmen Kindheitserfahrungen, die er mit seiner berühmten Großmutter, einer Kinderbuchautorin, gemacht hat, in seinem Buch verarbeitet. Da der scheinbar fiktive Detektivroman immer mehr Bedeutung für die reale Welt der Familien Crace erlangt, beginnt ein gefährlicher Machtkampf innerhalb der Familie. Das Andenken der Großmutter, der die Familien ihren Reichtum und ihr Ansehen verdankt, soll keinesfalls beschmutzt werden. Als Eliot Crace plötzlich stirbt, steht Susan unter Verdacht.
Anthony Horowitz hat mit diesem Kriminalroman eine Hommage an die klassischen Detektivgeschichten geschrieben. Es gelingt ihm geschickt, die Ebene des noch im Entstehen seienden Detektivromans um Atticus Pünd mit den Ereignissen in Susans realer Welt zu verknüpfen. Das Buch ist kein atemloser Pageturner, aber solide Krimikost.