Ein Händchen für Cliffhanger
Gingen mir in der Vergangenheit die Hawthorne-Krimis mit den ständigen Kabbeleien zwischen den beiden Ermittlern doch ein bisschen auf die Nerven, bin ich den Ryeland-Romanen durchaus zugetan. Ein Mindestmaß an Identifikation brauche ich schon, um mich in die entsprechende Handlung einzufühlen.
Das Besondere an "Mord zur Teestunde" ist die kunstvolle Verschachtelung eines vordergründigen Falles mit einem vom Verlag beauftragten Kriminalroman, der vom Autor derartig konzipiert wird, dass man Rückschlüsse auf ersteren ziehen kann - ein außerordentlich intellektuelles Vergnügen unter Zuhilfenahme von Anagrammen (das muss eine Herausforderung für den Übersetzer gewesen sein) und Überlappungen bei den Charakteren. Die Metaebene, bedingt durch die Überlegungen der Verlagslektorin Susan Ryeland, erzeugt noch zusätzliche Facetten. Dass die Leser in dieser raffinierten Konstruktion trotzdem den Überblick behalten, ist der Tatsache geschuldet, dass sich Horowitz einer überschaubaren Anzahl Handelnder bedient, die durch sorgfältige Charakterisierung überzeugen, und die Nebenhandlungen auf ein Mindestmaß reduziert, sich also nicht verzettelt.
In bester britischer Krimitradition den Autorinnen Dorothy Sayers, P.D. James und Agatha Christie folgend präsentiert uns Horowitz eine klassische, solide Detektivgeschichte.
Ich hätte mir nur gewünscht, der Waschzettel hätte nicht so viel im vorhinein verraten, denn die angekündigten Ereignisse passieren recht spät im Buch, und die dadurch erzeugte Erwartungshaltung beeinflusste meinen Lesegenuss und die Spannung nicht gerade positiv. Für den Verlag ist es wohl eine Gratwanderung zwischen diesem Aspekt und dem erforderlichen Marketing.
Packend ist es allemal mit den gegen den Schluss hin immer haarsträubenderen Wendungen. Und wenn sie die im Nachwort angekündigte Verfilmung veröffentlichen, werde ich sie mir auf jeden Fall ansehen, mich dabei aber freuen, zuerst das Buch gelesen zu haben.
Das Besondere an "Mord zur Teestunde" ist die kunstvolle Verschachtelung eines vordergründigen Falles mit einem vom Verlag beauftragten Kriminalroman, der vom Autor derartig konzipiert wird, dass man Rückschlüsse auf ersteren ziehen kann - ein außerordentlich intellektuelles Vergnügen unter Zuhilfenahme von Anagrammen (das muss eine Herausforderung für den Übersetzer gewesen sein) und Überlappungen bei den Charakteren. Die Metaebene, bedingt durch die Überlegungen der Verlagslektorin Susan Ryeland, erzeugt noch zusätzliche Facetten. Dass die Leser in dieser raffinierten Konstruktion trotzdem den Überblick behalten, ist der Tatsache geschuldet, dass sich Horowitz einer überschaubaren Anzahl Handelnder bedient, die durch sorgfältige Charakterisierung überzeugen, und die Nebenhandlungen auf ein Mindestmaß reduziert, sich also nicht verzettelt.
In bester britischer Krimitradition den Autorinnen Dorothy Sayers, P.D. James und Agatha Christie folgend präsentiert uns Horowitz eine klassische, solide Detektivgeschichte.
Ich hätte mir nur gewünscht, der Waschzettel hätte nicht so viel im vorhinein verraten, denn die angekündigten Ereignisse passieren recht spät im Buch, und die dadurch erzeugte Erwartungshaltung beeinflusste meinen Lesegenuss und die Spannung nicht gerade positiv. Für den Verlag ist es wohl eine Gratwanderung zwischen diesem Aspekt und dem erforderlichen Marketing.
Packend ist es allemal mit den gegen den Schluss hin immer haarsträubenderen Wendungen. Und wenn sie die im Nachwort angekündigte Verfilmung veröffentlichen, werde ich sie mir auf jeden Fall ansehen, mich dabei aber freuen, zuerst das Buch gelesen zu haben.