Großes Lesevergnügen nicht nur für Agatha Christie Fans

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pflaume Avatar

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Vorweg sei gesagt, auch, wenn es der dritte Roman um Susan Ryeland ist, kann man das Buch getrost auch sehr gut separat lesen, mit Vorwissen ist das Lesevergnügen jedoch etwas größer.

In Horowitz’ “Tod zur Teestunde” bekommt der Leser gleich zwei Kriminalgeschichten in einer. Da ist zum einen das Manuskript „Pünds letzter Fall“. In diesem ermittelt das kriminalistische Genie Atticus Pünd, der es an Kombinationsgabe locker mit Hercule Poirot aufnehmen kann. Um Hilfe gebeten von einer alten Bekannten reist er zu deren Herrenhaus nach Südfrankreich, kommt jedoch zu spät und ihm bleibt nur noch herauszufinden, wer den Tod jener Dame zu verantworten hat. Um das Manuskript herum entspinnt sich Fall Nummer zwei, in der es an der Lektorin Susan Ryeland ist, die Verstrickungen des Autors und dessen versteckten Hinweise im Manuskript und die Ähnlichkeiten der fiktiven Figuren und realen Personen zu entwirren ohne dabei erneut selbst in Gefahr zu geraten.

Mir gefällt Horowitz’ Schreibstil. Hinweise, Täuschungen und clevere Deduction begegnen dem Leser Seite um Seite, aber er tröstet einen, wenn man als Leser nicht alle Indizien findet, nicht alle Geheimnisse entlarvt. Feiner Humor paart sich mit Spannung, die sich bis zum Schluss zieht.

Fazit: Das Buch macht Spaß zu lesen. Es verbindet eine dichte Krimi-Atmosphäre wie zu Christie's Zeiten mit einer clever konstruierten Rahmenhandlung, bleibt unterhaltsam und geistreich – ideal für Fans von raffinierten Kriminalgeschichten.