Summendes Verderben am Rhein

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hexenbücherei Avatar

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Das Cover mit der bedrohlich nah abgebildeten Wespe ist schon mein Albtraum schlechthin!! Und es zieht auf jeden Fall alle Bicke auf sich und passt perfekt zu einem Thriller.
Und der Einstieg hat mich auch sofort überzeugt, als man mit Ole in diesem finsteren, staubigen Keller landet, absolut orientierungslos ist und hautnah miterlebt, wie er von diesem komplett emotionslosen Typen in Schwarz brutal zusammengeschlagen und zugerichtet wird. Chris Meyer schreibt unglaublich flüssig und atmosphärisch, man spürt beim Lesen förmlich diese drückende, schwüle Juli-Hitze am Rhein, riecht den Schlamm und diesen ekelhaften Verwesungsgeruch in der verlassenen Scheune, wo Freddi Wenner kurze Zeit später auf diesen grauenhaften, von Maden zerfressenen Leichenfund stößt. Die Figuren wirken total lebendig und greifbar, besonders Freddi mit seiner echten Leidenschaft für Insekten und seiner Aufklärungsarbeit in Schulen ist mir sofort ans Herz gewachsen, aber auch Tom Bachmann und Ira Sokolow vom BKA harmonieren perfekt. Der Spannungsaufbau funktioniert von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut, weil man sich ständig fragt, wie das entführte Opfer am Anfang, der grausige Fund in der Scheune und der eiskalte Täter, der sich scheinbar perfekt mit den Insekten auskennt, eigentlich zusammenhängen. Von der restlichen Geschichte erwarte ich, dass die Ermittler nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen einen extrem methodischen Mörder kämpfen, der seine summenden Helfer als erbarmungslose Waffe einsetzt.