Hochspannung ohne viel Zwischengeplänkel

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hapedah Avatar

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Bereits das Cover wirkt bedrohlich, die Bäume, die einen finsteren Rahmen bilden, das rötliche Licht, das durch den Wald scheint und natürlich die beiden Mädchen (oder Frauen), die von oben in das offenbar gerade gegrabene Loch hinunter schauen, lassen ahnen, worum es in dem Roman gehen wird. Sowohl das Gesamtbild, als auch der in großen weißen Buchstaben aufgedruckte Titel haben mich neugierig gemacht, in einem Geschäft hätte ich das Buch sicher direkt in die Hand genommen und den Klappentext gelesen.
Auch die Leseprobe fand ich äußerst spannend, ohne irgendwelches Vorgeplänkel habe ich mit erlebt, wie Mel nach einem Flugzeugabsturz zu sich kommt. Offenbar ist ihr Überlebenswille gut trainiert, denn sie befreit sich trotz einer Verletzung aus dem qualmenden Wrack und prüft ihre Umgebung wachsam auf mögliche Gefahren. In ihrer Erinnerung geht sie die letzten Minuten vor dem Absturz durch und ist sich bereits vor dem Auftauchen des fremden Mannes im Klaren, dass sie in Gefahr ist. Mir war die Protagonistin schnell sympathisch, was ich von ihrer Freundin Chloe halten soll, weiß ich dagegen noch nicht so recht. Mit Sicherheit weiß sie sich eben so gut (oder sogar besser) als Mel, sich zu wehren. Doch warum war sie so lange verschwunden, dass ihre Familie eine Privatdetektivin engagieren musste, vor wem oder was hatte sie sich versteckt? Sowohl der Buchanfang, als auch der Klappentext versprechen eine extrem spannende Geschichte, die ich gern weiter lesen würde.