Intensiv, rau und hochemotional: Warum mich Mel und Chloes Geschichte sofort gepackt hat

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Das Cover ist unglaublich atmosphärisch gestaltet. Die Kombination aus den beiden Frauenporträts und der angedeuteten Grabungsszene im Wald fängt das zentrale Thema, die unheilvolle Verbindung durch ein gemeinsames Verbrechen, perfekt ein. Es wirkt modern und düster zugleich.
Der Schreibstil von Tess Sharpe hat mich ab der ersten Seite der Leseprobe gepackt. Er ist intensiv, fast schon atemlos und sehr nah an den Charakteren. Besonders die Szene zwischen Chloe und Mel am Ende der Leseprobe, in der die unterdrückten Gefühle und das körperliche Trauma so greifbar sind (das „Schmecken von Kupfer“, das „Hämmern unter misshandelten Knochen“), hat mich tief berührt. Der Spannungsaufbau funktioniert hier nicht nur über die äußere Gefahr der Wildnis, sondern vor allem über die psychologische Spannung zwischen den beiden Frauen.
Man spürt sofort, dass Mel und Chloe eine komplexe, schmerzhafte Vergangenheit teilen. Dass sie damals gemeinsam einen Toten begraben haben, schwebt wie ein dunkler Schatten über jeder Zeile. Ich erwarte von der Geschichte einen rasanten Survival-Thriller, der gleichzeitig ein tiefgreifendes Porträt über Liebe und Verrat ist. Ich möchte unbedingt wissen, was Toby damals gestohlen hat und ob Mel und Chloe eine Chance auf Versöhnung haben, während eine mächtige Familie Jagd auf sie macht. Ein absolut vielversprechender Auftakt!