Gute Idee, aber zu wenig Nervenkitzel

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hhlesen Avatar

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„Tödliche Freundinnen“ startet stark und überzeugt zunächst mit einem lebendigen, teils sarkastischen Schreibstil sowie einer interessanten Ausgangssituation. Die wechselnden Perspektiven und Zeitebenen sind übersichtlich gestaltet und machen es leicht, der Handlung zu folgen. Auch die Figuren bringen Potenzial mit: Die unterschiedlichen Hintergründe von Mel und Chloe hätten eine spannende Dynamik ermöglichen können.
Allerdings verliert die Geschichte relativ schnell an Spannung, da sich wichtige Entwicklungen früh erahnen lassen. Dadurch fehlt es über weite Strecken an echter Ungewissheit, die man von einem Thriller erwartet. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen bleibt zudem emotional eher oberflächlich und hätte mehr Tiefe vertragen.
Einige Wendungen gegen Ende sorgen zwar nochmal für Bewegung, wirken jedoch ein Stück weit wie notwendige Mittel, um die Handlung interessanter zu halten. Positiv bleibt der angenehme Schreibstil und einzelne atmosphärische Szenen. Insgesamt ist das Buch solide, erreicht aber nicht die Intensität, die man sich von einem packenden Thriller erhofft.