Absurd, aber dennoch fesselnd
Marisa Kashino legt mit Tödliches Angebot einen Thriller vor, der sich flott liest, aber erzählerisch immer wieder an seine eigenen Grenzen stößt. Die Grundidee besitzt durchaus Spannungspotenzial, doch die Umsetzung wirkt stellenweise mit Klischees behaftet, sodass man sich als geübte Leserin bzw Hörerin schnell auf vertrautem Terrain wiederfindet. Die Protagonisten agieren oft nach einem Muster, das man aus unzähligen Genrevertretern kennt: Die Heldin stolpert von einer Enthüllung zur nächsten, während Nebenfiguren so eindeutig gezeichnet sind, dass man ihre Rolle im Plot früh erahnt. Dadurch wirken manche Wendungen fast absurd konstruiert.
Trotzdem gelingt es, eine atmosphärische Grundspannung aufzubauen. Die Kapitel sind kurz, der Stil zugänglich, und die Bedrohung schleicht sich zuverlässig an. Wer einen unkomplizierten Thriller sucht, der sich gut weglesen lässt, wird hier fündig. Wer allerdings jedoch auf psychologische Tiefe oder originelle Twists hofft, dürfte sich an den klischeebehafteten Momenten und den gelegentlich absurden Plotentwicklungen stören.
Die ruhige, fast sachliche Erzählweise ist perfekt gewählt.
Trotzdem gelingt es, eine atmosphärische Grundspannung aufzubauen. Die Kapitel sind kurz, der Stil zugänglich, und die Bedrohung schleicht sich zuverlässig an. Wer einen unkomplizierten Thriller sucht, der sich gut weglesen lässt, wird hier fündig. Wer allerdings jedoch auf psychologische Tiefe oder originelle Twists hofft, dürfte sich an den klischeebehafteten Momenten und den gelegentlich absurden Plotentwicklungen stören.
Die ruhige, fast sachliche Erzählweise ist perfekt gewählt.