Besessen vom Eigenheim

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charleen Avatar

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Aufgrund des Klappentexts hatte ich einen deutlich härteren und actionreicheren Psycho-Thriller erwartet. Stattdessen beginnt die Geschichte ziemlich ruhig. Die ersten 100 Seiten haben kaum Thriller-Elemente. Es war eher ein leises kennenlernen der Personen, ein beobachtendes Erzählen über Alltagsfrust, gesellschaftlichen Druck und den zermürbenden Kampf um Wohnraum. Die Grundidee hat mir direkt richtig gut gefallen. 🕳️🏠

Doch je tiefer man in Margos Gedankenwelt eintaucht, desto beklemmender wird es. Ich habe psychologischen Horror erwartet und bekam ihn auf eine subtile Weise 🏚️👁️. Erschreckenderweise konnte ich mich stellenweise in die Protagonistin hineinversetzen. Ihre Verzweiflung und ihr innerer Druck waren für mich absurderweise irgendwie nachvollziehbar, auch wenn ihre Entscheidungen zunehmend realitätsfern und extrem werden. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer absolut gestörten Art tat sie mir manchmal leid. Auf eine absurde, logisch eigentlich nicht erklärbare Weise konnte ich einige ihrer Handlungen sogar verstehen. 🩸🖤

Der Mittelteil hatte für mich teilweise Ermittlungs- und Krimi-Atmosphäre. 🔍🚨
Und zum Ende kippt die Stimmung plötzlich komplett. Hier wird aus dem leisen Psychodrama ein richtig intensiver Thriller🔪👁️. Die Spannung steigt an, Entscheidungen fallen schneller und die Konsequenzen werden härter. Rückblickend hat sich der ruhige Einstieg für mich absolut gelohnt, weil er das Finale umso heftiger macht. 🌒🔥