Die Lügenbaronin

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zimtie Avatar

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Die Geschichte hat sich wie ein einziger Fiebertraum angefühlt.
Sie ist skurril, chaotisch und die Protagonistin ist absolut wahnsinnig. Eines kann sie total gut - und das ist, zu lügen. Egal um wen es sich handelt, sie lügt jedem schonungslos ins Gesicht, solange es ihrem eigenen Vorteil dient. Also wer hier eine sympathische Protagonistin erwartet, mit der man mitfühlt, mitleidet und mitfiebert, ist fehl am Platz.

Ich habe bzgl. der Story wirklich nicht erwartet, dass alles so dermaßen ausufert, wie es der Fall war. Dann jedoch habe ich mich daran erinnert, dass es sich um einen Psychothriller handelt. Doch dieses Genre kristallisiert sich meiner Meinung nach erst ganz am Ende des Buches heraus.

Ich finde, dass es bis zum letzten Drittel eher langweilig war. Klar, man hat recht schnell gemerkt, dass Margo, aus dessen Sicht erzählt wird, nicht mehr alle Tassen am Schrank hat und bereit ist, viel zu opfern um ihr Traumhaus zu ergattern. Aber wozu sie dann tatsächlich bereit war, hat mich dann doch ganz schön erschüttert!
Es geht weniger um den Weg oder die Hürden, die der Kauf eines Hauses mit sich bringt sondern viel mehr darum, hinter die Kulissen einer Psychopatin zu schauen.

Bei der Handlung hat mir manchmal der rote Faden gefehlt. Es ging auch viel um die Arbeit von Margo, was mich persönlich überhaupt nicht gejuckt hat. Man wird da mit ganz viele Namen und Orten konfrontiert, die zur eigentlichen Handlung überhaupt nichts beigetragen haben.

Im späteren Verlauf spricht Margo sogar uns Leser:innen an, was ich sehr unpassend und merkwürdig fand. Das hat die Immersion dann komplett gekillt für mich.
Aufgrund der genannten Punkte vergebe ich 3,5 Sterne.