Schräg und kurzweilig

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inibieni81 Avatar

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Margo ist verzweifelt: Seit Jahren suchen sie und ihr Ehemann Ian nach einem Eigenheim, doch trotz zahlreicher Angebote haben sie bislang nie den Zuschlag erhalten. Als Margo zufällig erfährt, dass das Haus einer jungen Familie bald zum Verkauf steht, erwacht ihr Ehrgeiz. Sie setzt alles daran, dieses Haus endlich ihr Eigen nennen zu können – und schreckt dabei vor kaum einem Mittel zurück.

Die Autorin überzeugt mit einem angenehmen, klaren Schreibstil und einer überwiegend einfachen Sprache, wodurch sich das Buch sehr flüssig lesen lässt. Da die Geschichte aus der Perspektive der Protagonistin Margo erzählt wird, erhält man einen intensiven Einblick in ihre Gedankenwelt. Die übrigen Figuren bleiben hingegen etwas blass, auch wenn ihre Beziehungen durchaus Interesse wecken.

Margos Handlungen sind größtenteils nachvollziehbar, dennoch fällt es schwer, Sympathie für sie zu entwickeln – selbst in Momenten, in denen ihr Unrecht widerfährt. Besonders das Ende hätte etwas ausführlicher gestaltet sein können, da es den Eindruck vermittelt, als sei der Abschluss recht abrupt herbeigeführt worden.

Insgesamt empfehle ich das Buch Leserinnen und Lesern, die einen kurzweiligen, eher gewaltarmen Thriller schätzen.