Wie weit würdest du gehen?

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doppelgaenger Avatar

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Marisa Kashino‘s Psychothriller besticht zunächst einmal durch die ungewöhnlich farbenfrohe Optik, die es im Thriller-Regal definitiv hervorstechen lassen. Auch der Titel ist überaus passend gewählt.
Margo und ihr Mann Ian versuchen bisher erfolglos, eine Immobilie zu erwerben. Als sie dann durch Zufall von ihrem Traumhaus erfahren, setzt Margo alles daran, sich einen Vorteil zu verschaffen. Sie schleicht sich in das Leben der Hausbesitzer, was schon vorausahnen lässt, dass das nicht gut geht. Der Klappentext verrät dann, was noch alles passiert: Erpressung, Mord und ein mysteriöses Handy, das bei Ian gefunden wird. Darin besteht auch die ganze Spannung. Ich möchte wissen, wie es weitergeht, wer sterben wird und ob Margo dann ihr Traumhaus bekommt.
Die Charaktere erscheinen mir so alltäglich, dass es schon gruselig wird, wie sich die Storyline entwickelt. Die Autorin hat es geschafft, eine ganz normale Lebensgeschichte, wie sie bei jedem von uns zutreffen könnte, in einen Page-Turner zu verwandeln. Alles erscheint rund, nicht abgehoben und überaus realitätsnah. Auch wenn die Spannung sich wirklich lange aufbaut und es am Ende doch recht schnell geht, konnte ich das Buch nicht zur Seite legen.

Fazit: Alltäglich-harmlose Geschichte entwickelt sich zum Page-Turner.