Spannung und Action

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
xirxe Avatar

Von

Ein Prolog wie aus dem Lehrbuch: kurze Sätze, Zeitdruck, das Objekt der Angst (die Pistole) wird erst ganz am Ende der Szene eingeführt, dann der abrupte Cut. Wer da nicht wissen will, wie es weitergeht ...
Auch strukturell ist der Roman clever angelegt: Der Countdown-Titel "Sechsundvierzig Minuten vor den Schüssen" verspricht einem eine Uhr, die tickt, während gleichzeitig die Beerdigungsszene scheinbar gemütlich vor sich hin plätschert – bis beide Handlungsstränge kollidieren.
Der Familienpart ist mit lesbarem Vergnügen geschrieben – viele Nebenfiguren, pointierte Dialoge der Running Gag um Cousin Ace, Tante Millies bissige Kommentare. Und der Actionteil am Ende – Emmy und Jude, die bewaffnet durchs Haus gehen – ist absolut überzeugend, man kann der Bewegung im Raum jederzeit folgen, was bei Thriller-Actionszenen keine Selbstverständlichkeit ist.
Sprachlich ist das Ganze eher Standard wie bei Slaughter üblich - Spannung und Action ist wichtiger 😉