Detailliert, temporeich, spannend
Mir hat schon der erste Band mit Emmy Clifton unheimlich gut gefallen. Und der zweite Band steht da hinsichtlich Spannung und Ausgereiftheit in nichts nach.
Karin Slaughter lässt einem zu Beginn wirklich nur wenige Seiten Zeit, bevor sie direkt in die Vollen geht. Kaum hat Emmy ihre Mutter zu Grabe getragen, da gerät sie auf dem Rückweg von der Beerdigung eher zufällig in einen Mord. Bei dem Tempo ist mir schon das erste Mal die Kinnlade heruntergeklappt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell losgeht. Der Mord ist blutig, die Umstände absolut dramatisch und auch verwirrend. Dieser Eindruck verstärkt sich im Verlauf der Geschichte noch mehr. ISN - irgendwas stimmt nicht.
Die Ermittlungen gestalten sich für Emmy als sehr zäh. Oft hat sie das Gefühl, etwas zu übersehen, sich im Kreis zu drehen. Die Ermittlungen sind sehr kleinteilig. Slaughter überspielt das ein wenig, in dem sie Emmys private Umstände verstärkt ins Spiel bringt. Immerhin hat Emmy erst vor wenigen Wochen ihren Vater begraben müssen und stolpert quasi von der Beerdigung ihrer Mutter in eine Mordermittlung. Dazu kommt das Verhältnis zu Jude, dass Emmy ebenfalls in innere Konflikte stürzt. Da sind also einige noch einige Punkte, die auf ihre Aufarbeitung warten. Kein Wunder also, dass Emmy öfter mal absolut an ihre Belastungsgrenze kommt. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus kitschigem Kleinstadt-Feeling und einem alles überdeckenden Mantel des Schweigens. Einflussreiche Familien, lange zurückliegende Geheimnisse, Mauern des Schweigens - alles ist dabei. Gleichzeitig ist das Setting so gestaltet, dass es absolut passend zum Hauptfall ist. Viele Augen, aber niemand sieht hin.
Die Figuren sind vielschichtig und mit hoher Bandbreite an Emotionen gezeichnet. Da kommt zwischendurch die eine oder andere Prise schwarzer Humor nicht ganz ungelegen.
Der Fall schlägt Haken wie ein Kaninchen auf der Flucht und ich habe ehrlicherweise irgendwann den Überblick über alle Details verloren und mich dann nur noch von der Geschichte mitnehmen lassen. Aber es gab nicht in eine Minute, in der ich mich gelangweilt habe. Menschlich, psychologisch und düster. Für mich hat hier mal wieder alles perfekt zusammengepasst. Der finale Showdown hat mir eine Gänsehaut von Kopf bis Fuß eingebracht. Und wenn ich da schon dachte, dass jetzt nur noch ein Ausklang für die Abrundung der Geschichte kommt - setzt Karin Slaughter auf den letzten Metern und mit den letzten Sätzen noch einmal allem die Krone auf. Was für ein Cliffhanger! Wobei ich zugeben muss, wenn ich bei den Details besser aufgepasst hätte, hätte mich das Ende bestimmt nicht ganz so sehr überrascht. So hat es mich aber ganz schön aus den Socken gehauen! Und jetzt will ich unbedingt einen nächsten Band.
Karin Slaughter lässt einem zu Beginn wirklich nur wenige Seiten Zeit, bevor sie direkt in die Vollen geht. Kaum hat Emmy ihre Mutter zu Grabe getragen, da gerät sie auf dem Rückweg von der Beerdigung eher zufällig in einen Mord. Bei dem Tempo ist mir schon das erste Mal die Kinnlade heruntergeklappt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell losgeht. Der Mord ist blutig, die Umstände absolut dramatisch und auch verwirrend. Dieser Eindruck verstärkt sich im Verlauf der Geschichte noch mehr. ISN - irgendwas stimmt nicht.
Die Ermittlungen gestalten sich für Emmy als sehr zäh. Oft hat sie das Gefühl, etwas zu übersehen, sich im Kreis zu drehen. Die Ermittlungen sind sehr kleinteilig. Slaughter überspielt das ein wenig, in dem sie Emmys private Umstände verstärkt ins Spiel bringt. Immerhin hat Emmy erst vor wenigen Wochen ihren Vater begraben müssen und stolpert quasi von der Beerdigung ihrer Mutter in eine Mordermittlung. Dazu kommt das Verhältnis zu Jude, dass Emmy ebenfalls in innere Konflikte stürzt. Da sind also einige noch einige Punkte, die auf ihre Aufarbeitung warten. Kein Wunder also, dass Emmy öfter mal absolut an ihre Belastungsgrenze kommt. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus kitschigem Kleinstadt-Feeling und einem alles überdeckenden Mantel des Schweigens. Einflussreiche Familien, lange zurückliegende Geheimnisse, Mauern des Schweigens - alles ist dabei. Gleichzeitig ist das Setting so gestaltet, dass es absolut passend zum Hauptfall ist. Viele Augen, aber niemand sieht hin.
Die Figuren sind vielschichtig und mit hoher Bandbreite an Emotionen gezeichnet. Da kommt zwischendurch die eine oder andere Prise schwarzer Humor nicht ganz ungelegen.
Der Fall schlägt Haken wie ein Kaninchen auf der Flucht und ich habe ehrlicherweise irgendwann den Überblick über alle Details verloren und mich dann nur noch von der Geschichte mitnehmen lassen. Aber es gab nicht in eine Minute, in der ich mich gelangweilt habe. Menschlich, psychologisch und düster. Für mich hat hier mal wieder alles perfekt zusammengepasst. Der finale Showdown hat mir eine Gänsehaut von Kopf bis Fuß eingebracht. Und wenn ich da schon dachte, dass jetzt nur noch ein Ausklang für die Abrundung der Geschichte kommt - setzt Karin Slaughter auf den letzten Metern und mit den letzten Sätzen noch einmal allem die Krone auf. Was für ein Cliffhanger! Wobei ich zugeben muss, wenn ich bei den Details besser aufgepasst hätte, hätte mich das Ende bestimmt nicht ganz so sehr überrascht. So hat es mich aber ganz schön aus den Socken gehauen! Und jetzt will ich unbedingt einen nächsten Band.