Düster und spannend

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hogado Avatar

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Tödliches Verderben von Karin Slaughter ist ein Thriller, der mich vor allem durch seine düstere Stimmung und die vielen Geheimnisse innerhalb der Geschichte überzeugen konnte. Schon zu Beginn wird klar, dass in der kleinen Stadt längst nicht alles so friedlich ist, wie es nach außen wirkt. Ein brutaler Angriff bringt Dinge ans Licht, die besser verborgen geblieben wären. Von diesem Moment an entwickelt sich die Handlung immer weiter und man bekommt als Leser schnell das Gefühl, dass hinter jeder Person und jeder Geschichte noch etwas anderes steckt.

Besonders spannend fand ich die Ermittlungen. Es geht nicht einfach nur darum, einen Fall aufzuklären. Mit jeder neuen Information kommen weitere Fragen hinzu. Genau das hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Mehrmals dachte ich, ich hätte verstanden, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, nur um kurze Zeit später wieder überrascht zu werden. Karin Slaughter schafft es sehr gut, Informationen zurückzuhalten und sie genau dann einzusetzen, wenn man damit nicht rechnet.

Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie haben ihre eigenen Probleme, Ängste und Erfahrungen, die immer wieder Einfluss auf ihre Entscheidungen nehmen. Dadurch konnte ich mich besser in die Figuren hineinversetzen und hatte das Gefühl, ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Die Beziehung zwischen den beiden sorgt außerdem für eine persönliche Ebene, die die eigentliche Krimihandlung gut ergänzt.

Der Schreibstil von Karin Slaughter ist gewohnt direkt und teilweise ziemlich schonungslos. Einige Szenen sind definitiv nichts für zartbesaitete Leser, aber genau diese Härte passt für mich zur Geschichte. Die Autorin beschönigt nichts und erzeugt dadurch eine bedrückende Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht.