Ein spannender Thriller

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rosenfreund Avatar

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„Tödliches Verderben“, der neue Thriller von Karin Slaughter, ist der 2. Band der North Falls Serie. Die Leserschaft wird, wie im 1. Band, direkt in die kleine, idyllische Kleinstadt am Wald, wo sich alle Bewohner kennen, versetzt. Allerdings werden zu viele Personen benannt, was den Lesefluss hemmt. Auch ist das Werk mit 555 Seiten zu langatmig aufgebaut. Das Problem gibt es auch im 1. Band.
Jedoch haben wir wieder einen erstklassigen Thriller, dessen Titel theatralisch und geheimnisvoll wirkt. Das Cover ist sehr minimalistisch gehalten und sehr düster, wie alle Werke von Karin Slaughter, aber es führt mit der abgebildeten Uniformjacke direkt in die Handlung ein.
Die Geschichte beginnt gleich sehr spannend. Eine Polizistin wird ermordet, ihre Tochter lebensgefährlich verletzt. Die Suche nach dem Täter beherrscht das ganze Werk, denn es fehlen Beweise.
Sheriff Emmy Clifton wird auf dem Heimweg von der Beerdigung ihrer Mutter mit dem Mord konfrontiert. Jahrzehntelange Verschwörungen machen Emmy die Ermittlungsarbeit aber sehr schwer.
Das Spannungslevel wird relativ hochgehalten. Slaughters Erzählstil ist flüssig, präzise und mitreißend. Die komplette Handlung ist nicht übermäßig blutrünstig und actiongeladen, sondern hat ihre Stärken in der Atmosphäre und der Entwicklung der Charaktere, die sehr realistisch, mit all ihren Stärken und Schwächen, beschrieben werden. Besonders gefällt mir die Protagonistin, Emmy Clifton, aus deren Leben wir viele Informationen erhalten, teilweise aber zu viele.
Die Erzählung wechselt des öfteren die Perspektive, wodurch deren Glaubwürdigkeitsgehalt gesteigert wird. Die teilweise faktenüberlagerte Handlung mit Momenten von hoher Spannung, dann wieder sehr ruhigen Phasen, verschafft der Leserschaft Erholungspausen, hat mich aber zu einem Punkteabzug bewogen, zusätzlich zu der hohen Anzahl der Personen und Länge des Werkes.