Familien- und Kleinstadtgeheimisse sorgen für Spannung

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leopol Avatar

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Und wieder geht es rund in der amerikanischen Kleinstadt in Georgia. Sheriff Emily Clifton, die derzeit interimsmäßig den Sheriff-Posten ihres ermordeten Vaters ermordet innehat, ist nun mit der Bestattung ihrer demenzkranken Mutter beschäftigt. Sie wird zum Schauplatz eines Mordes gerufen. Die ehemalige Polizistin Allison Vickery wurde in ihrem eigenen Haus ermordet, ihre Tochter Mandy beim Angriff schwer verletzt. Emily wird bei den Ermittlungen von ihrer Schwester Jude Archer, ehemalige Bundesagentin, unterstützt, auch wenn dies auf Grund des Verhältnisses nicht einfach ist. Bald zeigt sich, dass wichtige Personen des Ortes in eine Verschwörung verstrickt sind.

Optisch reiht sich dieser Band gut in die Gestaltung der anderen deutschsprachigen Werke von Karin Slaughter ein – dunkel, mit minimalistischer Gestaltung. Einfach ansprechend und passend für dieses Genre.

Der zweite Band der North Falls Reihe kann grundsätzlich problemlos unabhängig vom Vorgängerband „Dunkle Sühne“ gelesen werden, da ausreichend auf die bisherigen Ereignisse eingegangen wird. Jedoch ist man über die Familiengeheimnisse durch chronologisches Lesen besser im Bild, man versteht Beziehungen und die Charakterentwicklungen besser.
Der Schreibstil ist auch in diesem Buch typisch für Karin Slaughter- flüssig und mit entsprechendem Tempo und Wendungen. Eine geschickt gestaltete Geschichte mit Wendungen, Verschwörungen, falschen Fährten, vielen Verdächtigen und Erzählung durch Perspektivenwechsel. Spannung liefert auch das Kleinstadtleben, denn auch wenn man sich vordergründig kennt und traut, scheint es hinter den Kulissen ganz anders zuzugehen.

Viel Raum im Buch nimmt das Privatleben der beiden Ermittler – Emily und Jude ein. Beide sind sehr unterschiedliche Charaktere, durch die familiäre Beziehung vereint, und haben keine einfache Beziehung zueinander. Auch leiden sie an den kürzlichen Verlusten in ihrer Familie. Dies ist auch daran sichtbar, dass die Geschichte hauptsächlich aus deren Blickwinkel erzählt wird, und dadurch etliches anders wahrnehmen.

Für mich eine würdige Fortsetzung der Reihe. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.